Wie man NICHTS tut:

Hier findest du im Archiv unter 2009 für jeden Tag eine Idee fürs NICHTS Tun. Weil das eine der schwierigsten Tätigkeiten ist, starten wir in der ersten Phase, Januar, mit 1 Minute. Danach fühlst du dich vielleicht bereit für längere Zeitphasen. Im Februar üben wir dann 2 Minuten, im März 3 Minuten u.s.w. Im Dezember fühlst du vielleicht schon stark genug, 12 Minuten NICHTS zu tun.

Und bitte, hab keinen Spaß daran ; ) NICHTS zu tun ist etwas, was wir nie tun sollten, es kann also keine Freude machen! Oder?
Falls du nicht geduldig sein möchtest, ist das auch OK. Wir wissen, dass Millionen von Menschen nicht fähig sind, NICHTS zu tun, sei also nicht traurig, falls du herausfindest, dass du so bist wie sie. Es ist OK. Alles ist OK.

Fertig? Dann mach jetzt deine Zigarette aus, stoppe das Reden und Denken, schalte die Musik, TV, dein Kind, Nachbar, Telefon aus, oder was auch immer ETWAS tun mag in deiner Nähe.
Es kann sehr hilfreich sein, dich vor deinem Computer gerade hinzusetzen. Aufgerichtet, aber nicht unbequem, so wie es für dich gemütlich ist, kannst du nun den Text des Tages lesen, und wenn du möchtest die Übung ausprobieren.

Wir wünschen dir das Beste,
Christiane Schinkel, SCHINKEL-COMPANY

P.S.: Falls du später dazu kommst, dann könnte es für dich von Nutzen sein, bei 1 anzufangen. Dann machst du dir eben deinen eigenen Kalender und hast Neujahr mitten im Jahr : )

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31. März 2009

90 - Du! Nein, du! Nein, du!? Und ich?

Wenn man Außenstehender ist, kann Streit manchmal so skurril wirken, wie er eigentlich ist ; )

Davon bekommt man erfahrungsgemäßig selten etwas mit, wenn man mitten drin steckt. Dann hat man oft das Gefühl, dass der andere die 'Schuld' hat.
Wir sagen dann oft: "Du hast dies und jenes getan", "Nur weil du...", "Es ist deine Schuld, dass...".


Wenn wir lernen wollen, weniger Streit in unserem Leben zu haben, dann könnte folgender Trick super helfen: Vermeide ab sofort alle Du-Botschaften.

Statt
"Du hast dies und jenes getan"
könntest du
zum Beispiel sagen
"Als du dies getan hast, fühlte ich mich soundso..."
(nimm dir nur das Wichtigste; alles in ein Gespräch zu packen, lohnt nicht, weil es dein Argument schwächen würde)


Statt
"Nur weil du..."
könntest du zum Beispiel sagen
"Gerade weil
ich mich so gefreut habe..." oder
"...weil du mir so wichtig bist..." oder
"...weil ich ein Bedürfnis nach xyz habe"

...fühle ich mich jetzt zyx...

Statt "Es ist deine Schuld, dass..."
könntest du
zum Beispiel auf Schuldzuweisungen einfach verzichten.


Start:
Heute könntest du dir einen Konflikt, den du in der letzten Zeit mit jemand hattest, noch einmal vor Augen führen.
Du könntest in Gedanken deinem Streitpartner ganz ruhig mitteilen, wann du dich wütend oder traurig oder enttäuscht oder sonstwie schwierig fühltest. Bleibe ganz bei dir, deinen Gefühlen, deinen Bedürfnissen.


Entspanne dich und dein Gesicht, Mund, Kiefer, Zunge, Wangen, Stirn, Schläfen, Halblächeln, atme ruhig ein und aus, empfinde deine Atmung im ganzen Körper.
Du könntest heute 3 Minuten atmen, einfach atmen und NICHTS tun.



Friedensgedanken für die USA : )



Was passiert ist, ist passiert. Es wäre hilfreich, jetzt den Konflikt zu ergründen, so dass ihr für das nächste Mal vielleicht eine andere, bessere Lösung finden könnt.

30. März 2009

89 - Frieden machen

Frieden gäbe es auf der Erde natürlicherweise, wenn die Menschen nicht Krieg erfunden hätten.

So scheint es logisch, dass der Mensch, alle Menschen, der Schlüssel zum Frieden sind.

Wer könnte Frieden in die Welt bringen?
Die anderen? Der oder der oder die oder der oder du?

Nee. Nichtmal 'du' kann Frieden in die Welt bringen.

Das kann nur 'ich'. Und 'ich'.
Und 'ich'. Und 'ich'. Und 'ich'. Und 'ich'. Und 'ich'. Und 'ich'. Und 'ich'. Und 'ich'....


Start:
Heute könntest du deine Gedanken dem Frieden widmen.

Entspanne dich, löse Zunge und Kiefer, Halblächeln oder Lächeln in deinem Gesicht, bringe deine ganze Aufmerksamkeit auf deine Körperempfindungen. Ich bringe Frieden : )

Wenn du das Bild anschaust und einfach NICHTS denken möchtest...auch fein. Wie du dich am wohlsten fühlst
: )


Ich bringe Frieden
Friedensgedanken für Irak : )


Wenn du weißt, wie sich Frieden anfühlt, könntest du dir vorstellen, wie du dieses Gefühl über das ganze Land verteilst.
Wie eine Wolke aus guten Gedanken, die aus dir herausströmt bis in die letzte Ecke und den verstecktesten Winkel des Landes, dem du Frieden wünschst.

--------------------------------------------------------------------------------------------------

Ab heute könntest du das jeden Tag für ein anderes Land tun.

Jeden Tag zeigen wir nun ein Bild aus dem Projekt
Marici "Eine Welt - eine Zukunft". Alle 208 Länder und Nationen der Welt haben ihr Teil-Bild im großen Bild des gemeinsamen Friedens.

Wenn du gerne mehr wissen möchtest, kannst du hier schauen:
http://www.marici.de/UntitledFrameset-6.htm

29. März 2009

88 - Wenn alles zuviel ist

"Manchmal gibt es Tage, da muss ich 10 Dinge gleichzeitig tun."

Naja, wenn's sein muss! Und wenn's dir gut tut!

Tut es nicht??

Dann hast du die Wahl:
Du kannst alle 10 Dinge so organisieren, dass du sie in Ruhe hintereinander tun kannst.
Oder du kannst deine Wahrnehmung und Haltung so verändern, dass du das Unvermeidbare wenigstens genießen kannst.


Start:
Du könntest dich heute an eine Situation erinnern, in der du zu viele Dinge auf einmal in zu kurzer Zeit zu erledigen hattest.
Du könntest dir
dein Gefühl, als du dich gestresst fühltest, noch einmal in Erinnerung holen. Weißt du noch? War das ein Stress, was?!!
Und jetzt, heute und hier, darfst du darüber lächeln, oder schmunzeln, oder herzhaft grinsen, oder
sogar richtig lachen!
Freu dich ruhig, denn du hast es ja überlebt; jeden Tag geht die Sonne
wieder neu auf : )


*
Freude
in jedem Moment




Es ist eine Sache der Sichtweise. Und die machen wir uns einfach selbst.

Wenn du bereit bist, dir Freude bewusst zu machen, obwohl oder gerade weil du dich gestresst fühlst, könntest du bemerken, wie sich das Empfinden der Situation verändert.

Wie oft kann sich eine angespannte Situation, bereichert durch ein simples Lächeln oder Lachen, auf angenehme Weise verändern...

28. März 2009

87 - Wenn ich alles auf einmal will

"Manchmal habe ich überhaupt gar keinen Sinn für Ruhe!"

Dann haben wir vielleicht laut Musik an, der Fernseher läuft nebenbei,
und wir telefonieren, während wir einen Schokoriegel oder sonstwas essen, und nebenbei überlegen wir, kritzeln irgendetwas auf einen Block und laufen umher, räumen Dinge von hier nach dort...alles auf einmal.

Na fein! Auch gut! Alles super!
Solange wir mitkriegen, was wir gerade tun...


Start:
Wenn du heute mehrere Dinge gleichzeitig tust, könntest du das mal ganz bewusst tun.
Du könntest es gleichzeitig mit allen Sinnen wahrnehmen und dabei voll genießen! Atmen, Halblächeln lächeln, Sehen, Fühlen, Riechen, Hören, Schmecken, alles geht!


*
Freude an Allem


Je bewusster wir die Einzelheiten beachten, desto intensiver kann das Erlebnis im Moment für uns werden.

27. März 2009

86 - Keine Atempause?

Bist du oft so im Stress, dass du keine Zeit hast, mal kurz zu stoppen und eine kleine Atempause einzulegen?

Da läuft doch was verkehrt...

Traust du dir vielleicht nicht zu, kurz innezuhalten oder denkst du, du bist effektiver, wenn du ununterbrochen irgendetwas machst?

Gerade wenn der Stress am größten ist, ist es besonders hilfreich, kurz zu stoppen und deine Gedanken zu sammeln. Um dann mit erfrischtem Geist weitermachen zu können. Ruhiger, und besser als vorher.


Start:
Heute könntest du einfach mal eine kurze Pause machen. Am besten dann, wenn du Druck auf dir lasten fühlst.

Setz dich hin, oder bleibe stehen, falls du dann gerade eine stehende Tätigkeit ausübst. Entspanne dich, Halblächeln, lass all den Stress, der vielleicht um dich herum tobt, und alle Gedanken, die sich in deinem Kopf bewegen, einfach für diesen Moment an dir vorbeiziehen.

Nimm deinen ganzen Körper wahr, atme ruhig ein und wieder aus, sehr bewusst und konzentriert. Nimm dir deine Zeit: 3 mal EIN und AUS atmen - oder so oft du möchtest. Du kannst beim Atmen die Wörter unten denken, oder andere Wörter die dich beruhigen; am besten das, was du gerade gerne wärst.

***
zuversichtlich,
ruhig und stark




Wie fühlt sich so eine Atempause mitten im Sturm an? Konntest du dich entspannen? Konntest du kurz mal aus dem Stress heraustreten? Wie fühlst du dich danach?

Falls du Sorge hast, deine Kollegen oder andere Anwesende könnten dich für faul halten, weil du NICHTS tust, zieh dich doch kurz ins Bad zurück. Dann sparst du dir vielleicht mögliche Witze oder Diskussionen ; )

26. März 2009

85 - Wenn du denkst, du denkst....

In der Kommunikation zwischen Menschen erleben wir manchmal, dass offene Gespräche vermieden werden, weil einer denkt, er wüsste, was der andere nun denkt, und der andere müsste auch genau wissen, was der eine denkt...

Na denkste!

Wenn zuviel gedacht und zu wenig offen geredet wird, können leicht zwischenmenschliche Komplikationen entstehen.
Vor allem, wenn es um sensible Themen geht, wie zum Beispiel Kritik, Meinungsverschiedenheiten oder Bedürfnisse und Gefühle.

Aussprachen, die wir vermeiden, können zu Konflikten werden die sich ansammeln und verstärken; vor allem in uns, das kann uns sogar krank machen.

Wenn wir offener werden, können wir besser für uns selbst sorgen. Es könnte hilfreich sein, wenn wir dafür unseren Mut und das Vertrauen in uns selbst stärken.


Start:
Heute könntest du dir eine Situation vor Augen führen, in der du gehemmt bist, offen anzusprechen, was dich vielleicht bedrückt, und du stattdessen glaubst, der/die andere müsse doch wissen/merken, was los ist.
Weil er/sie wahrscheinlich kein Hellseher ist, kann er/sie nur erfahren, was du freundlich und offen ansprichst, und sagst, was du fühlst. Das dient zu euer beider Wohl : )

Entspanne dein Gesicht, deinen Mund, deine Zunge, deinen Unterkiefer, Halblächeln für dich selbst, atme ganz bewusst, ein und aus, mutig - offen : )


*
mutig - offen



Du darfst als allererstes davon ausgehen, dass der andere keinen blassen Schimmer von deinen Gedanken hat.

Deshalb darfst du dem anderen auf freundliche Weise bekanntmachen, wie es dir geht und was du brauchst. Es ist sogar gut für den anderen, zu erfahren, dass es dir vielleicht nicht gut geht. Wie sollte er/sie denn sonst etwas ändern können für dich?

Vermeide DU-Botschaften (du hast, du bist, aber du!) und berichte stattdessen nur von deinen Gefühlen, deinen Bedürfnissen und wie du es erlebst.
Damit bleibst du bei der Wahrheit, während du dich bei dem, was der andere wohl denkt, ja leicht täuschen kannst...

25. März 2009

84 - Wie...Liebe schicken???

Mit der Wortkombination "Liebe schicken" hat es was Tolles auf sich!

Was soll das denn sein?
Wie bekloppt sich das anhört...

Mag ja sein, allerdings ist diese schnöde kleine Kombination von zwei Wörtern so fantastisch wirksam, dass es zu meiner Lieblings-Allround-Wortkombination geworden ist. Was passiert da?

Wenn ich früher Menschen gesehen habe, die vielleicht Abscheu, gehässige Gedanken oder etwas in der Art in mir hervorgerufen haben, dann konnte ich das gar nicht so schnell stoppen, wie es, Schwupps, gedacht war...uah, wie häßlich, nee, wie peinlich, oh no, eklig...

Bevor sich das Gehirn solche Gedanken denken kann, kann man tatsächlich mit der
Allround-Wortkombination "Liebe schicken" dazwischen funken. Besonders dann, wenn man nichts von Liebe spürt.

Das geht. Schließlich sind WIR Chef unseres Gehirns, oder? Wenn das Gehirnchen einfach ohne unsere Kontrolle etwas Doofes denken will, können wir das ändern; ganz leicht!



Start:
Du könntest dir heute mal einer Situation bewusst werden, in der du ungewollt etwas Unschönes über jemanden denkst. Vermutlich bekommt die Person das auch gleich mit, denn unsere Gedanken sind zwar still, aber ziemlich mitteilsam...

Wenn du der Person, und auch dir, das ersparen möchtest, denke
SOFORT, wenn du spürst, dass du gleich etwas Blödes denkst, die Wörter "Liebe schicken".


*
"Liebe schicken"


Eigentlich können wir gar nicht erklären, was da passiert. Das kann man nur selbst herausfinden. Je öfter eingesetzt, desto leichter wird es.

Vielleicht reicht es zu sagen, dass dadurch freundliche Energie produziert wird, die in erster Linie uns selbst zu Gute kommt?
In zweiter Linie unterstützt es dann auch unsere Mitmenschen, besser gesagt, erspart ihnen unseren Gedankenmüll, und das ist auch was Feines...

24. März 2009

83 - Bin wieder hier : )

Jetzt bin ich da.
Und jetzt bin ich weg.
...ups, wieder da...
...und schon wieder weg...

Geht dir das hin und wieder mal so?

Mal bist du kurz präsent, und zack, im nächsten Augenblick kriegst du gar nicht mit, was um dich herum passiert?
Weil du a) träumst, oder weil du dir b) sogar Sorgen machst?

Falls b) zutrifft, dann könntest du etwas ausprobieren.


Start:
Du könntest heute
feststellen, wann du dich in Gedanken verlierst. Beobachte, welche Art von Gedanken das sind:

Sind es zum Beispiel Erinnerungen; schöne
(+) oder weniger schöne (-)?
Oder sind es Träumereien; wovon handeln sie? Sind sie erfreulich (+) für dich oder beschäftigst du dich mit einer schwierigen Sache (-)?
Oder vielleicht sind es Pläne; planst du etwas Schönes
(+) oder willst du jemanden ärgern (-)?
Vielleicht ist es auch mal dies, mal das?

Beobachte dich und wenn du willst, kannst du dir eine +/- Liste machen.

Entspanne dein Gesicht, lächle, nimm ein paar bewusste ruhige Atemzüge, tanke dich mit guten Wörtern auf : )


*
glücklich
leicht

(oder die Wörter: Liebe schicken)


Wie ist deine Bilanz ausgefallen? Hast du mehr (+) oder mehr (-) ?

Wenn (+) überwiegt, dann geht es dir wahrscheinlich recht
gut, oder?
Wenn (-) überwiegt, dann ist es äußerst wahrscheinlich, dass es dir besser gehen könnte...

Dafür kannst DU tatsächlich sorgen. Indem du einfach deine (-) Gedanken stoppst, wenn du sie bemerkst und in Gedanken durch ein oder zwei nette Wörter ersetzt.

Das wird dein Leben erstmal nicht ändern, aber deine Stimmung! Und damit werden sich auch andere Dinge verbessern.

Glaubst du nicht? Probiers aus... : )

23. März 2009

82 - Tu dir Gutes!

"Wenn du möchtest, dass dir Gutes getan wird, tu anderen Gutes."

Hä, und was soll MIR das nützen?
Fragst du dich das jetzt?

Es ist ganz einfach:
Wer sich gern egoistisch verhält, könnte dennoch erkennen, dass das, was wir aussenden, postwendend früher oder später zu uns zurückkommt. Damit wäre es sogar Egoisten erlaubt, anderen Gutes zu tun.

Es geht hier um die Großzügigkeit, mit der du anderen Wohl tust, ohne dir selbst Leid zuzufügen!



Start:
Du könntest heute mit einer kleinen Sache anfangen, etwas, was dir leicht fällt. Stell dir eine Situation vor, in der du normalerweise auf Anhieb auf deinen eigenen Vorteil bedacht wärst. Und stell dir jetzt in Gedanken vor, dass du jemand anderem deinen Vorteil überlässt.

Beispielsweise will sich in der Supermarktschlange
oder im Stau jemand vordrängeln. Normalerweise würdest du vielleicht deinen Platz behaupten. Stell dir jetzt vor, du lässt diese Person einfach großzügig vor. DANKE!
Oder es gibt Essen, normalerweise würdest du dir schnell die größte Portion nehmen. Gib sie in Gedanken einfach
einmal an jemand anderen ab. DANKE!
Oder denk an einen Bettler. Normalerweise denkst du, der soll doch arbeiten gehen so wie du. Nun gibst du ihm in Gedanken einfach eine kleine Münze ab. DANKE!

Richte dich auf und entspanne dich, löse deine Zunge und deinen Kiefer, atme bewusst und ruhig, und nimm dabei deine körperlichen Empfindungen wahr. Tu NICHTS...wie gut das tun kann... : )



*



Wenn es eines Tages gelingt, dem Handeln die Berechnung zu nehmen, dann kann man sich wirklich frei fühlen.
So frei, anderen Gutes zu tun,
selbst wenn man gar nichts davon zu haben scheint...

Es ist erstaunlich, welch unerwartete Wege sich plötzlich erschließen können : )

22. März 2009

81 - Das gute Recht auf Fehler

"Wer arbeitet, macht auch Fehler."

Das pflegte ein älterer Kollege stets zu sagen. Es gelang ihm damit, vor allem uns, den Jungen und Unerfahrenen, den großen Druck zu nehmen, unter den wir uns gestellt sahen.
Die Folge waren weniger Fehler!

Diese Erkenntnis lässt sich wohl auf das Leben im Allgemeinen übertragen.

Wir alle handeln, so gut wie wir können. Dass dabei 'Fehler' passieren, liegt in der Natur der Sache. Wenn wir uns und den anderen zugestehen können, Fehler zu machen, nehmen wir die Dinge leichter.

Was leicht ist, fühlt sich gut an. Wer sich gut fühlt, lernt leichter.
Warum sollten wir es uns oder anderen schwer machen?


Start:
Du könntest dir heute etwas, was du als 'Fehler' an dir verurteilst,
benennen und als wichtigen Teil deiner Entwicklung annehmen.

Vielleicht verurteilst du dich für schwierige Verhaltensweisen, wie zum Beispiel Jähzorn oder Suchtverhalten oder Komplexe oder Blockaden oder Unfertigkeiten oder was auch immer.

Entspanne dein Gesicht, löse die Verspannungen in deinem Unterkiefer und deiner Zunge, lächle dir selbst zu, und atme ruhig und frei, ein und aus.
Dazu könntest du dir diesen Satz denken:



*
Ich darf diesen Fehler machen,
weil ich daraus lerne




Erinnere dich im Anschluss an einen 'Fehler', den du an jemand anderem verurteilt hast. Auch diese Person hat das gute Recht, diesen 'Fehler' zu machen. Und daraus zu lernen.

Wenn du anfängst, dir selbst gegenüber großzügig zu werden, wirst du erleben können, wie leicht es wird, anderen gegenüber Großzügigkeit zu entwickeln.

21. März 2009

80 - Ein Wort gibt KEIN anderes

Wenn jemand etwas tut, was uns nicht gefällt, ärgern wir uns vielleicht.
Es könnte dann sehr hilfreich sein, wenn wir auf einen Konflikt verzichten, und erstmal zur Ruhe kommen.


Wenn wir anerkennen, dass unser Gegenüber das Beste tut, wozu er/sie derzeit in der Lage ist, können wir den Konflikt, unabhängig von unserer Emotion, objektiver betrachten.

D
ie Dynamik des Streits zu unterbrechen und Abstand dazu zu finden, ist ein erster wichtiger Schritt. Aus diesem Abstand heraus können wir ruhig werden, und viel effektiver und konstruktiver reagieren.


Start:
Wenn du in einem beginnenden Konflikt stehst, könntest du dir denken "Die Person sagt oder tut jetzt dies oder das, weil es das Einzige ist, was ihr derzeit richtig erscheint. Ich akzeptiere die andere Meinung, auch wenn sie stark von meiner Meinung abweicht. Ich komme jetzt zur Ruhe und bespreche die Situation später."

Entspanne dich vollkommen, vor allem Gesicht mit Kiefer und Zunge, atme ruhig und gelassen ein und aus, lass ein Halblächeln zu : )

Du könntest heute 2 Minuten und 40 Sekunden ganz in Ruhe atmen. Nimm alle Geräusche um dich herum wahr, bemerke alle deine Gedanken und führe deine Aufmerksamkeit immer wieder zurück zu deiner Atmung. Konzentriere deine Empfindung auf die Atmung und deinen Körper und sonst NICHTS : )


*


Wie fühlst du dich, wenn du aus der Streitspirale austrittst? Welche Gefühle nimmst du dann außer deiner gewohnten Emotion noch wahr?

Wie konntest du die Stärke nutzen die aus dem NICHTSTUN entsteht?

20. März 2009

79 - Darf der das??

"Das kann der/die doch nicht machen!"

Nein? Wieso nicht?
Hier auf der Erde darf man erstmal alles machen. Schaut euch mal um.
Die kuriosesten Dinge werden von Menschen geschaffen.

Da gibt es beispielsweise Diktaturen, Kriege, Morde, Diebstahl, Ausbeutung, Unterdrückung, Umweltzerstörung, Hungerkatastrophen, Luxus,
Dekadenz, Freizeitexzesse, Prominente, Drogen, virtuelles Leben, Masseneuphorie, Religionen, Hilfsorganisationen, Forschung, Sprachen, Kulturen, Kunst, Politik - und das ist nur ein kleiner Auszug von dem, was die Menschheit bis jetzt erschaffen hat.

Man darf alles tun; genau solange, wie die anderen Menschen es dulden und genau solange, bis es Reaktionen und Konsequenzen gibt.


Empörung kostet Energie. Wir könnten diese Energie nutzbringend einsetzen, indem wir uns gelassen und konzentriert FÜR uns oder etwas einsetzen, anstatt uns nur dagegen zu empören.


Start:
Heute könntest du dich an eine Situation erinnern, bei der du dich über das Verhalten Anderer
empört und gleichzeitig nichts unternommen hast.

Führe dir den Grund deiner Empörung noch einmal vor Augen und atme dann 3 Mal bewusst und konzentriert, lächle ruhig dabei : )
Du hast jetzt Gelegenheit, in Gedanken an die Person zu formulieren, wie du dich dabei fühltest und welches deiner Bedürfnisse dabei verletzt wurde.

Zum Beispiel "Als du mich gestern blöde Kuh genannt hast, fühlte ich mich traurig, weil mein Bedürfnis nach respektvollem Umgang nicht erfüllt wurde." oder
"Als du letzte Woche gesagt hast, du rufst mich an und es dann nicht getan hast, fühlte ich mich enttäuscht, weil mein Bedürfnis nach Verlässlichkeit nicht erfüllt wurde." oder
"Als du sagtest, du willst mit mir leben, aber ich soll alles zahlen, fühlte ich mich überfordert, weil mein Bedürfnis nach Gemeinsamkeit
damit nicht erfüllt wird." oder
"Als ich gestern nach Hause kam und feststellte, dass du meine Kekse aufgegessen hattest, fühlte ich mich frustriert, weil ich mein Bedürfnis nach Achtung meines Eigentums nicht erfüllt sah."


*

Alles was wir tun, führt früher oder später zu Konsequenzen.
Deshalb sind wir alle verantwortlich für unsere eigenen Taten.

Uns darüber bewusst zu sein, macht uns frei, alles zu tun, oder zu lassen. Und dasselbe den anderen zuzugestehen. Wenn dich etwas stört, darfst du es sagen.

Es könnte sehr hilfreich sein, wenn du ohne Empörung und in Ruhe sagst, wie du dich damit fühlst und welches deiner Bedürfnisse damit nicht erfüllt wird.

19. März 2009

78 - Auf dem Boden der Tatsachen

"Der steht mit beiden Beinen fest im Leben."

Auch so ein Spruch...

Nichts leichter als das!


Start:
Du könntest dich hinstellen, Füße hüftweit auseinander, Knie ein klein wenig gebeugt, Arme hängen locker seitwärts herunter.
Bewege dann deinen Körper vor, über die Zehen, und zurück, über die Hacken. Schaukele ganz sachte vor und zurück, so langsam, dass du leicht das Gleichgewicht halten kannst. Spiele mit deinem
Schwerpunkt. Schließe dabei ruhig die Augen.
Wenn du ein paarmal vor und zurück geschaukelt hast, pendele dich in der Mitte deiner Füße ein. Spüre bewusst das Gewicht, das sich nun mittig auf dem ganzen Fuß gleichmäßig verteilt. Stehe noch ein paar Atemzüge still und spüre die Verbindung deiner Füße mit dem Boden.


*


Der Boden der Tatsachen ist der Moment, in dem du dich gerade befindest. Wenn du deine Füße auf dem Boden spürst, kannst du empfinden, wie die Erde dir Halt gibt. Solange du den Schwerpunkt in deiner Mitte hältst.

Diese Übung ist dann gut, wenn man das Gefühl hat, man sei aus seiner Mitte geraten und möchte sich wieder zentrieren.

18. März 2009

77 - Wohlwollendes Denken

"Wie es in den Wald hinein ruft, so ruft es heraus."
Wer hat sich nur so etwas ausgedacht?

Dieser Spruch ist wohl schon ein paar Tage alt.
Weil er sich bis heute überliefert hat, kommen wir darauf, dass etwas daran sein könnte.

Was könnte es also in diesem Zusammenhang bedeuten, wenn man Missgunst, Lug und Betrug erwartet, wenn man davon ausgeht, dass viele einem Böses wollen
oder dass viele Dinge schief gehen?

Selbst wenn die Umwelt unabhängig von unseren Gedanken und Erwartungen wäre, so hätte doch derjenige, der solche pessimistischen Gedanken hegt, schon damit die Quittung kassiert: er/sie muss mit all diesen negativen Vorerwartungen leben und sie aushalten.

Wie ungemütlich...


Start:
Heute könntest du vielleicht einer Person begegnen, bei der du üblichererweise pessimistische Erwartungen hegst.
Nimm eine leichte Person, mit der du wenig verstrickt bist, vielleicht einen Nachbarn, die schlechtgelaunte Verkäuferin, einen Kollegen, oder vielleicht irgend jemand, bei dem du davon ausgehst, dass sein Blick etwas mit seinen Gedanken über dich zu tun hat bzw. dass die Person dich ablehnt. Oder nimm jemanden, den du ablehnst, ohne ihn tatsächlich näher zu kennen, vielleicht einfach nur, weil er in deinen Augen häßlich wirkt.

Wenn du dieser Person begegnest, könntest du im Bruchteil der ersten Sekunde bewusst etwas anderes denken, als du es üblicherweise tust:
Nämlich nur die Worte "Liebe schicken".
Falls dir das zu ungewohnt oder merkwürdig erscheint, kannst du auch einfach
"Freude schicken" denken. Das ist genauso gut.
Dabei das Gesicht zu entspannen, halbzulächeln
und vielleicht 1-2 Atemzüge bewusst zu atmen, kann helfen.


*


Wie hat sich das angefühlt?

Welche Gedanken haben sich bei dir ergeben? Konntest du bei deinen wohlwollenden Gedanken bleiben, oder bist du wieder in deine üblichen Gedanken gerutscht?

Wie hat das Gegenüber reagiert? Welche Unterschiede konntest du im Zusammentreffen ausmachen? Hallte etwas anderes als sonst aus dem Wald? ; )

Wer seine Gedanken in wohlwollende Gedanken umstellen möchte, kann das ganz leicht mit Bewusstsein und Ausdauer erreichen : )

17. März 2009

76 - Schlaflose Nacht

Wirst du nachts manchmal wach?

Wie fühlt sich dein Gesicht in dem Moment des Aufwachens an?
Wie fühlst du dich überhaupt, wenn du wach wirst? Obwohl du vielleicht noch super schlafen könntest...

In dem Moment, in dem wir realisieren, dass wir wach geworden sind, haben wir unterschiedliche Möglichkeiten zu reagieren.
Wenn wir uns umdrehen und weiter schlafen, ist alles fein.
Wenn wir wach bleiben, vielleicht sogar für längere Zeit, uns hin und her wälzen, dann fühlen wir uns meist weniger zufrieden. Wir verspannen sogar vielleicht unser Gesicht! Obwohl die Nacht der Entspannung dienen soll...

Falls uns das sogar häufiger passiert, denken wir vielleicht schon während des Aufwachens daran, bloß NICHT wieder wach liegen zu bleiben! Und weil wir das NICHT wollen, ist es wahrscheinlich noch anstrengender, es dann doch tun zu müssen: wachliegen.


Start:
Wenn du in dieser oder einer folgenden Nacht wach wirst, könntest du ein kleines Experiment starten:
Sobald du realisierst, dass du wach wirst, könntest du lächeln.
Ja, einfach so, auch wenn dir gar nicht danach ist!
Gerade weil dir gar nicht danach ist!!
Du
könntest ein interessantes Phänomen entdecken...

Dazu könntest du ein nettes Wort denken,
zum Beispiel 'entspannt', oder 'ausgeruht' oder 'glücklich', 'zufrieden', was auch immer dir gefällt und dich stärkt. Das verstärkt den Effekt...


*


Möglicherweise liegst du dann noch eine Weile wach.
Mit angenehmen Gedanken lässt sich das anders aushalten, als mit unzufriedenen Gedanken. Oder?

Vielleicht möchtest du ja sogar daran denken, ein paar Mal bewusst und konzentriert zu atmen?

16. März 2009

75 - Das ist ja ein Ding!

In unserem Leben werden wir von vielen Gegenständen begleitet. Die meisten dienen in irgendeiner Form dazu, uns das Leben zu erleichtern.

Da gibt es zum Beispiel das Bett, in dem wir bequem liegen und schlafen, die Decke, die uns wärmt, das Waschbecken, das uns Wasser liefert, die Toilette, die manchmal sogar durch eine Heizung gewärmt in der Wohnung bereitsteht, da sind Anziehsachen, Tisch, Stuhl, das Essen, der Teller, die Tasse, Fahrrad, Auto, die U-Bahn, ein Flugzeug, das Telefon, der Computer, der Stift, die Brille, das Papier, Bücher...und manches mehr : )

Häufig benutzen wir die Dinge, als wären sie das normalste der Welt. Und stellen manchmal erst fest, wie wertvoll sie uns gewesen sind, wenn wir sie nicht mehr haben.

Genauso, wie es sich für uns angenehm auswirkt, wenn wir uns selbst stärker wertschätzen, kann es sich für unser Empfinden auswirken, wenn wir die Dinge, die uns bereitstehen, einmal wieder bewusst wahrnehmen.


Start:
Heute könntest du dir jedes einzelnen Gegenstandes, der zu deiner Unterstützung da ist, bewusst werden.
Wenn du möchtest, schenke deine Aufmerksamkeit heute all den Dingen, die um dich herum sind; bedanke dich bei ihnen oder bei dem Umstand, DASS sie da sind - für dich : )

Danke - Tasse, danke - Schuhe, danke - Stift, danke - Sachen und Dinge!

Löse all deine Muskeln im Gesicht, Unterkiefer, Zunge, lass dein Halblächeln zu, atme ein und atme aus, bewusst und ruhig, mit jedem Atemzug : )


*


Das Wort Danke ist deshalb so hilfreich, weil es dir vermittelt, dass du etwas bekommen hast.

Selbst wenn der Stuhl auf dem du sitzt, vielleicht eine Selbstverständlichkeit für dich ist, kannst du dir auf diese Weise das Gefühl gönnen, dass du durch ihn oder mit ihm 'beschenkt' wurdest.

Und das fühlt sich einfach gut an, oder?
Kostet übrigens NICHTS : ))
Ist ein Ding, was?

15. März 2009

74 - Ein Tag, ein Wort

"Wenn ich morgens mit dem falschen Bein aufstehe, dann geht alles schief, den ganzen Tag..."

Naja, kann schon sein, muss aber nicht ; )

Wenn wir uns bei den ersten Schwierigkeiten, die wir erleben, bereits darauf einstellen, dass der gesamte folgende Tag davon bestimmt wird...welche Chancen haben wir wohl, das auch zu verwirklichen?

Und wie könnte der Tag vielleicht verlaufen, wenn wir die Schwierigkeiten einfach leicht nehmen? Und uns zusätzlich innerlich ein gutes Gefühl gönnen?

Vielleicht ist am Ende des Tages nicht alles so verlaufen, wie wir dachten, doch als 'schief' brauchen wir den Tag dann gar nicht mehr zu empfinden.


Start:
Du könntest dir heute ein Wort mit in den Tag nehmen, was dich beruhigt, stärkt, aufbaut, ermutigt oder dich anders hilfreich unterstützt.

Wenn du zum Beispiel eine Aufgabe vor dir hast, die dir schwer fällt, dann könntest du oft das Wort 'leicht' denken, oder wenn du unkonzentriert bist, könntest du immer wieder einfach das Wort 'frisch' denken, bei Angst könnte es 'sicher und beschützt' sein, bei Aggressionen 'friedvoll und glücklich', bei mieser Laune hilft es, sich 'glücklich' zu denken, wenn du mit jemandem zu tun hast, der für dich schwierig ist, dann könntest du 'Liebe schicken' denken. (es reicht, nur die Wörter zu denken!)

Und wenn es dir dabei gelingt, einfach kurz dein Gesicht zu entspannen, und in dich selbst hinein zu lächeln, dann tust du dir doppelt gut : )



*



In erster Linie kannst du dir selbst das gute Gefühl schicken, damit es dich stärkt und es dir besser geht.
Das Faszinierende ist, wie oft es sich zusätzlich auch auf die Menschen auswirkt, mit denen wir zu tun haben.

Und wenn nicht, na und, dann hast du wenigstens dich selbst bei Laune gehalten : )

14. März 2009

73 - Vertraue dir ruhig

Der erste Gedanke ist oft der beste.

Wieso eigentlich?

Im ersten Gedanken sprechen wir oftmals, ohne zu überlegen, einfach aus unserem Gefühl heraus. Man kann es auch Intuition nennen.

Wenn wir anfangen, uns unserer Entscheidungen bewusst zu werden, gibt es zwei Kriterien, um sie einzuordnen:
Entweder sind sie hilfreich und weniger hilfreich, für unser Wohl und auch für das Wohl anderer.

Wenn unsere Entscheidung sich gegen unser seelisches Wohl richtet, und uns die Folgen
möglicherweise Unwohlsein bringen, dann können wir das bemerken. In solchem Fall hilft es, weiter über die beste Lösung nachzudenken.

Oft jedoch können die Ideen oder Entscheidungen, die uns sofort in den Sinn kommen, wirklich die besten sein.

Wenn wir das vermehrt beobachten und bemerken, können wir anfangen, uns und unserem Gefühl mehr zu vertrauen.


Start:
Wenn du heute atmen möchtest, dann setze dich entspannt hin, Rücken aufgerichtet, in eine dir angenehme Haltung.
Entspanne dein Gesicht, deinen Unterkiefer, deine Zunge, Halblächeln, und wenn du jetzt anfängst, suche dir dein Wort, was du heute zu deiner Stärkung denken möchtest.
Nimm das erste, was dir in den Sinn kommt...solange es hilfreich für dein Wohl ist. Falls du es als wenig hilfreich für deine Stärkung empfindest, suche dir ein neues : )


*


Unser Inneres weiß oft am besten, was wir brauchen. Es ist ein Zeichen von Vertrauen in uns selbt, wenn wir uns und unserem Gefühl besser zuhören.

Wir wünschen dir einen schönen Tag!

13. März 2009

72 - Weil genug da ist

Der Drang, mehr zu bekommen, mehr als wir gerade haben, treibt uns an.
Das kann gut sein, denn es bringt Motivation mit sich.

Wenn es uns allerdings drängt, von etwas
immer mehr zu haben als es uns oder anderen gut tut, dann zeigt das einen tiefen Mangel in uns.
Durch den Drang nach 'Zuviel' können wir also sehen, dass irgendwo in uns ein 'Zuwenig' ist.

Welches unbewusste 'Zuwenig' es ist, können wir auf die Schnelle oft nicht erkennen. Was allerdings bei unbewusstem 'Zuwenig' immer hilft, ist...

Liebe.
Und dafür brauchen wir Niemanden und NICHTS als uns selbst!

Selbstliebe und Nächstenliebe reichen aus, beides können wir uns selbst schenken. Es ist immer genug davon da, wenn wir wollen. Wir brauchen es nur zu sagen.


Start:
Wann immer du dich in einer Situation befindest, in der du dir mehr nimmst, als dir gut tut, kannst du dir
darüber bewusst werden, dass ein Mangel vorliegt.
Diesem Mangel könntest du heute mit Verständnis
und Liebe begegnen. Wenn du in solchem Moment kein Gefühl der Liebe emfinden kannst, ist das in Ordnung. Es reicht, wenn du einfach das Wort 'Liebe' in Gedanken wiederholst. Je nachdem, wie intensiv sich dir der Mangel zeigt, ist es hilfreich, es öfter und vielleicht sogar auf eine etwas längere Zeit zu wiederholen.
Atme und entspanne dein Gesicht vollkommen. Sage dir:



*
Liebe - Liebe
Liebe für mich



Klingt albern? Kann schon sein.
Das ist aber ziemlich unerheblich, weil es auf Dauer gut wirkt. Probiers einfach mal aus : )

12. März 2009

71 - Wenn MEHR immer WENIGER wird...

...dann kann auch aus NICHTS alles werden!

Wie jetzt?

Nun, wer kennt die Situation, von etwas immer mehr haben zu wollen, obwohl es eigentlich schon völlig genügt?
Wenn das was wir haben wollen, obwohl wir es bekommen, unsere Gier nicht stillt.

Menschen mit Drogenerfahrung kennen das gut. Auch bei Alkohol ist das Phänomen bekannt, und sogar bei viel alltäglicheren Dingen, wie zum Beispiel beim Essen, Internet, Fernsehen, Sammeln, Klamotten kaufen, Arbeiten, Faulheit, Lästern, Geld verdienen,
Beschwerden äußern, Klagen, Sauberkeit, Unordnung, Angeben; manche kennen das auch vom Sport. Oder beim Abnehmen.

Es gibt eigentlich jede Form und Möglichkeit von 'Zuviel' in unserem Leben. Unsere Welt ist so frei, uns alle Formen des 'Zuviels' zu bieten. Wir dürfen frei entscheiden, wie wir das 'Zuviel' erleben möchten.

Interessant ist sicher, warum wir das Bedürfnis nach diesem oder jenem 'Zuviel' verspüren.

Noch interessanter ist jedoch vielleicht, wie wir die drehende Spirale langsamer drehen oder vielleicht sogar zum Stehen bringen könnten.


Start:
Heute könntest du
dir, falls es für dich ein Thema gibt, aussuchen, wovon du, wenigstens schonmal ab und zu, gern weniger hättest.
Such dir etwas Leichtes aus!

Vielleicht die letzte Viertelstunde des abendlichen zippens, oder die 3. Portion Nachtisch, oder das 10. Mal eMail checken oder facebook gucken in der Stunde, oder die 20. Zigarette, oder das letzte Glas, oder den 4. Schokoriegel oder wovon auch immer du in Maßen zufrieden, jedoch vom 'Mehr' nicht mehr glücklich wirst.

Beobachte einfach beim nächsten Mal, wenn du etwas exzessiv machst, wann du den Punkt erreichst, ab dem es dir keine wirkliche Befriedigung mehr verschafft. Merke dir, dass es diesen Punkt gibt.
Und wenn es dir gelingt, merke dir beim nächsten Mal das Gefühl, das du kurz vor diesem Wendepunkt bekommst.

Das ist die ganze Übung. NICHTS weiter...

Jetzt könntest du atmen, vielleicht 2 Minuten und 15 Sekunden? Oder 3 Mal? Entspanne dein Gesicht, deinen Mund mit Zunge und Unterkiefer, Halblächeln, atme bewusst und mit deinem natürlichen Rhythmus, du wirst immer ruhiger werden : )




*
immer genug - Liebe für mich



Konntest du deinen Punkt schon einmal erkennen, der Punkt an dem 'Genug' sich in 'Zuviel' verwandelte?
Das Gefühl das du dabei empfindest, kann dir helfen, deine eigenen Grenzen besser kennenzulernen. Deshalb ist es wirklich hilfreich, es genau wahrzunehmen und dir einzuprägen.

Du kannst dann weitermachen wie bisher. Vielleicht hast du ein anderes Mal Lust, auszuprobieren wie es ist, mal an dieser Grenze aufzuhören.

Es liegt immer in deiner Entscheidung, und in deiner Macht, das ist das Schöne daran.