Wie man NICHTS tut:

Hier findest du im Archiv unter 2009 für jeden Tag eine Idee fürs NICHTS Tun. Weil das eine der schwierigsten Tätigkeiten ist, starten wir in der ersten Phase, Januar, mit 1 Minute. Danach fühlst du dich vielleicht bereit für längere Zeitphasen. Im Februar üben wir dann 2 Minuten, im März 3 Minuten u.s.w. Im Dezember fühlst du vielleicht schon stark genug, 12 Minuten NICHTS zu tun.

Und bitte, hab keinen Spaß daran ; ) NICHTS zu tun ist etwas, was wir nie tun sollten, es kann also keine Freude machen! Oder?
Falls du nicht geduldig sein möchtest, ist das auch OK. Wir wissen, dass Millionen von Menschen nicht fähig sind, NICHTS zu tun, sei also nicht traurig, falls du herausfindest, dass du so bist wie sie. Es ist OK. Alles ist OK.

Fertig? Dann mach jetzt deine Zigarette aus, stoppe das Reden und Denken, schalte die Musik, TV, dein Kind, Nachbar, Telefon aus, oder was auch immer ETWAS tun mag in deiner Nähe.
Es kann sehr hilfreich sein, dich vor deinem Computer gerade hinzusetzen. Aufgerichtet, aber nicht unbequem, so wie es für dich gemütlich ist, kannst du nun den Text des Tages lesen, und wenn du möchtest die Übung ausprobieren.

Wir wünschen dir das Beste,
Christiane Schinkel, SCHINKEL-COMPANY

P.S.: Falls du später dazu kommst, dann könnte es für dich von Nutzen sein, bei 1 anzufangen. Dann machst du dir eben deinen eigenen Kalender und hast Neujahr mitten im Jahr : )

21. September 2009

264 - Raus aus der Beschränkung

Vielen Menschen erscheint es unerträglich, sich außerhalb von Festgelegtem frei zu bewegen. Sie folgen deshalb gerne Menschen oder Umständen, die ihnen einen festen Rahmen vorlegen, und ihnen somit die Freiheit der Entscheidung einschränken bzw abnehmen. Das 3. Reich war ein fatales Beispiel dafür.

Warum kann sich ein Großteil der Menschen in Beschränkungen wohlfühlen?

Wenn wir das ergründen, können wir ableiten, welche Fähigkeiten wir entwickeln könnten, um uns frei und uneingeschränkt wohlzufühlen.

1
Wer sich festlegt, braucht sich um eine Alternative keine Gedanken mehr zu machen. Weitere Entscheidungen sind damit überflüssig geworden.
Dahinter steht ein Bedürfnis nach Passivität.

Entscheidungen stets wieder in Frage zu stellen, bedeutet, beweglich, also aktiv, zu bleiben. --> Was wir also entwickeln könnten, wäre der Mut und die Freude an geistiger, moralischer, ethischer bzw. persönlicher Aktivität.

2
Wer sich in 'Festgelegtem' einrichtet, darf ruhig meckern, ohne etwas ändern zu müssen. Denn in diesem Rahmen ist es ja nicht zu ändern. Dahinter steht das Bedürfnis, Verantwortung abzugeben.

Missstände zu erkennen, sie für veränderungsbedürftig zu halten und diese Veränderung selbst anzugehen, bedeutet, Verantwortung zu übernehmen.
--> Was wir also entwickeln könnten, wäre Mut und die Freude, Verantwortung tragen zu können.

3
Wer sich in festgelegtem Rahmen bewegt, braucht sich Neuem nicht zu öffnen.
Dahinter steht wohl die Angst vor Neuem.

Wer fähig ist, Veränderungen bei sich selber zuzulassen
und Neues auszuprobieren, ist offen für Neues. --> Was wir also entwickeln könnten, ist Mut, uns Neues entdecken zu lassen.

4
Der Gedanke, Altes hinter sich zu lassen zu müssen, verursacht bei vielen Menschen das Gefühl, etwas Gewohntes zu verlieren. Selbst wenn das Neue vielleicht sogar
besser ist. Dahinter steht wohl eine unbewusste Verlustangst und ein Mangel an Vertrauen.

Wer in Unbekanntem neue Chancen erkennt, ist zuversichtlich. --> Was wir also entwickeln könnten, wäre ein Gefühl des Vertrauens und der Zuversicht.


Start:
Entspanne dich, setze dich aufrecht hin, Wirbelsäule gerade gerichtet, Kopf etwas an die Brust geneigt, Nacken lang. Bauch entspannt, Atem natürlich und entspannt. Gesicht entspannt, Unterkiefer, Zunge, Stirn, Halblächeln. Augen geschlossen oder Blick im 45 Grad Winkel ins Unbestimmt gerichtet. Einatmend weißt du, dass du einatmest, ausatmend spürst du deinen Körper. Suche dir das Wort aus, welches dir am meisten gefällt. Heute 9 Minuten und 42 Sekunden NICHTS?


glücklich
aktiv
beweglich
freudig Verantwortung annehmen
zuversichtlich
mutig Neuem begegnen
voller Vertrauen


Wer hinschaut, und erkennt woran es bei ihm/ihr vielleicht noch 'hakt', hat den ersten Schritt schon gemacht. --> Dann können wir uns für neue Muster entscheiden. Durch diese Entscheidung können wir anfangen, uns selbst zu stärken. Der Rest folgt einfach.

Du kannst eins oder auch mehrere Wörter auswählen und während deines Tages wiederholen. Wenn du dich auf eines beschränkst, wird es kraftvoller wirken können. Du kannst auch täglich ein anderes wählen, oder zwei. Wie es dir am besten gefällt.

Es ist unsere Beharrlichkeit, die uns weiter bringt, zu Freiheit und ...Glück : )


20. September 2009

263 - Die Freiheit der Unvoreingenommenheit

Wer unvoreingenommen sein kann, wird mehr im Leben entdecken.

Wenn wir etwas betrachten, beziehen wir unser vorhandenes Wissen ein. Wenn wir unvoreingenommen sind, dann können wir unser eigenes Wissen abgleichen oder erweitern durch eventuell mögliche neue Erkenntnisse.

Unvoreingenommene greifen auf eigene Erfahrungen und Wissen zurück, und sind sich gleichzeitig darüber bewusst, dass sie nur ein Teil der Wahrheit sein könnten. Das eigene Wissen und den Erfahrungs-Horizont zu korrigieren oder zu erweitern, halten sie in jeder Hinsicht für möglich.

Dem betrachteten Thema
begegnen sie mit Wohlwollen, selbst wenn sein/ihr Erfahrungshorizont bisher ausschließlich andere Erfahrungen enthält.

Der unvoreingenommene Betrachter kann sich Allem, was ihm/ihr begegnet, mit der Freude etwas Neues erfahren zu dürfen, offen nähern.


Start:
Heute könntest du dir Umstände vor Augen führen, in denen Unvoreingenommenheit dir zu neuen Erkenntnissen verholfen hat.

Vielleicht gab es Situationen, in denen dir Alle etwas 'weismachen' wollten, du aber hast dir Freiheit und Offenheit des Geistes bewahrt, und konntest so etwas entdecken, was dir sonst verborgen geblieben wäre?

Entspanne dich, richte dich auf, löse deinen Kiefer und deine Zunge. Halblächeln entspannt das Gesicht. Atme, bewusst und ruhig, in deinem natürlichen Rhythmus. Ein - Aus. 9 Minuten und 40 Sekunden...



frei und offen
mir selbst vertrauen



Eines noch: Unvoreingenomme haben Vertrauen. Sie sind fähig zu glauben, dass alles möglich sein könnte. So wie Philosophen oder Forscher das denken. Auf diese Weise ist die Entdeckung von Neuem leichter möglich.

Freude, Wissensdurst, Lernfähigkeit, Neugier, Freiheit von Vorurteilen, Wohlwollen, Offenheit und vor allem Vertrauen ermöglichen uns, unvoreingenommen zu sein.

Wenn wir immer wieder offen sind für Neues, kann es nie langweilig werden, denn wir lernen dann nie aus : )

19. September 2009

262 - Eingenommen sein

Von etwas eingenommen zu sein, zeigt uns, dass unsere Aufmerksamkeit gebunden ist. Dann nämlich können wir andere Dinge weniger oder sogar überhaupt nicht wahrnehmen.

Eingenommenheit von sich selbst könnte zum Beispiel zu Arroganz, Überheblichkeit, Egozentrik, Hochmut, Narzissmus oder Selbstgefälligkeit führen. Man kann auch eingenommen sein von einer Meinung zu einem Thema.
Andere Meinungen bleiben dann außer Acht oder werden sogar abgewiegelt.

Der/die Eingenomme kann andere Sichtweisen nicht zulassen, weil seine/ihre Aufmerksamkeit beschränkt ist dadurch, dass er/sie von der Richtigkeit des eigenen Standpunktes überzeugt ist.
Es kann Unwissenheit entstehen, bzw. Unwissenheit bleibt bestehen.

Das Gegenteil von Beschränkung ist Freiheit und Weite des Geistes. Sie helfen uns, unser Wissen zu erweitern.


Start:
Heute könntest du überlegen, wann du einmal so eingenommen von etwas warst, dass es dir unmöglich war, deine Sicht frei und weit sein zu lassen. Nimm etwas, bei dem sich deine Sicht in der Vergangenheit schon geweitet hat.

Kennst du jemand, der in letzter Zeit sehr eingenommen von einem Standpunkt war? Du könntest jetzt der Person Freiheit und Weite des Geistes wünschen, so wie du sie auch dir wünschst.

Entspanne dich, löse dein Gesicht, Halblächeln. Löse die Anspannung in deinem Gehirn : ) Atme bewusst, in deinen Bauch hinein. Du könntest die Zeit des NICHTS heute für dich und die andere Person
aufteilen. Wenn du möchtest, wünsche erst Freiheit und Weite für dich, dann später der Person deiner Wahl. Vielleicht hast du auch zwei Peronen, denen du Freiheit und Weite des Geistes wünschst? 9 Minuten und 38 Sekunden : )


Freiheit und Weite des Geistes für mich
Freiheit und Weite des Geistes für XYZ


Und dann ist da noch die Voreingenommenheit: Ein/e Voreingenommene/r setzt voraus, dass sein/ihr Wissen das einzig Richtige ist, ohne sich wirklich auszukennen mit dem aktuellen Thema. Voreingenommenheit verhält sich ähnlich wie ein Vorurteil. (Kapitel 213)

Immer wenn ich Eingenommenheit oder gar Voreingenommenheit bei mir entdecke, freue ich mich. Den genau dann kann ich mir neue Freiheit und Weite des Geistes schenken und mein Wissen erweitern : )

Und wie findest du das?

18. September 2009

261 - Alles verändert sich im NICHTS

Was tun, wenn du beim Atmen hin und wieder einfach nur NICHTS spürst?

Toll! Wow! Hey, echt mal, genieße es.
Freue dich über jede Phase des NICHTS.

Das NICHTS bringt immer wieder neue Erkenntnisse mit sich.
Zuerst kommen sie vielleicht als wortlose Gedanken, so wie gesprochene Sätze, nur ohne Ton. Mit etwas Übung können deine Erkenntnisse auf andere Weise für dich erkennbar werden.

Sie können dann zum Beispiel auch als reine Gefühlserinnerungen, Wortfolgen, Bilder, Erinnerungsfetzen, als Fragmente auftauchen, sogar als Farben, vielleicht Wärmeempfinden, und als Wissen, wenn du dir lang genug Zeit gibst.

Stell dir vor, mit einem Mal weißt du mehr über dich. Nur durch NICHTSTUN, ist das genial?


Start:
Heute könntest du alles, was da beim Atmen vorbeikommt, freundlich und wertungsfrei begrüßen; und dann gehen lassen. Weiteratmen.

Wenn zum Beispiel eine Erinnerung an eine schwierige Situation vorbeikommt, und sich das passende Gefühl dazu einfindet, nimm sie wahr, denn sie sind Teil deiner Vergangenheit. Dort waren sie vielleicht schwierig.
Vielleicht fühlst du dich nochmal traurig, zornig, hilflos, verzweifelt oder wie auch immer.

Wenn du diese Gefühle jetzt sozusagen freundlich begrüßt, als Erinnerung die sie sind, und ihnen zulächelst, weil sie Teil deiner Vergangenheit waren, dann können sich schwierige Dinge in leichtere verwandeln. Plötzlich verlieren sie von ihrem Schrecken, mehr und mehr, bis sie verpufft sind. Weg. Verschwunden. Nur noch eine Erinnerung.

Jetzt ist längere Zeit Sitzen/Liegen sinnvoll. Atmen und Lächeln. 9 Minuten und 36 Sekunden : )


schwierige Erinnerungen begrüßen
schwierige Erinnerungen gehen lassen


Wenn schwierige Erinnerungen sich umwandeln in unschwierige, wenn sie also leicht werden, nennt man das Transformation. Man erkennt es, wenn sich ein Glücksgefühl zeigt.

Wenn wir dann an die Erinnerung denken, können wir plötzlich feststellen, dass es sich besser an
fühlt. Weil wir mit einem Mal wissen, dass sie zu unserer Vergangenheit gehören.

Sie sind ein Teil von uns. Und wir sind Alles. Und NICHTS : )

17. September 2009

260 - 1-2-3-4-5-6-7-8-9-10

Eins - Eins, Zwei - Zwei, Drei - Drei, Vier - Vier, Fünf - Fünf, Sechs - Sechs, Sieben - Sieben, Acht - Acht, Neun - Neun, Zehn - Zehn, Eins - Eins, Zwei - Zwei, Drei - Drei, Vier - Vier, Fünf - Fünf, Sechs - Sechs, Sieben - Sieben, Acht - Acht, Neun - Neun, Zehn - Zehn, Eins - Eins, Zwei - Zwei, Drei - Drei, Vier - Vier, Fünf - Fünf, Sechs - Sechs, Sieben - Sieben, Acht - Acht, Neun - Neun, Zehn - Zehn...

Erinnerst du dich?


Start:
Heute könntest du beim Atmen wieder einmal einfach nur zählen, zählen, zählen...Wenn du etwas anderes dazwischen denkst, könntest du gleich wieder bei neu bei Eins anfangen.

Entspanne dich und setze dich aufgerichtet hin. Kinn etwas zur Brust gezogen, Hals lang. Bauchmuskulatur entspannt, Mund, Unterkiefer, Zunge, Gesicht gelöst. Halblächeln. Atme in deinen Bauch, spüre alle Körperwahrnehmungen. Zähle deine Einatmung, zähle deine Ausatmung.


1-1,2-2,3-3,4-4,5-5,6-6,7-7,8-8,9-9,10-10...



NICHTS als Atmen, vielleicht zählen. Wenn du ruhig genug geworden bist, und du deine Konzentration allein deinen Körperempfindungen widmen kannst, könntest du auf das Zählen verzichten.

Dann kann eine neue Qualität des NICHTSTUN beginnen : )

16. September 2009

259 - Ich bin doch nicht ganz...

Du bist immer ein Ganzes!
Besser gesagt ein ganzer Teil.

Ein Teil deiner Familie, deiner Stadt, deines Landes, deines Kontinents, unserer Welt. Vielleicht sogar ein Teil eines noch größeren Ganzen, wie auch immer das aussehen (oder sogar nicht aussehen) mag.

Nur weil wir manchmal glauben, wir seien unvollständig, können wir Unvollständigkeit empfinden. Es fühlt sich meistens nicht so gut an, so als würde etwas fehlen.

Falls du dich nicht 'Ganz' fühlst, weil du denkst, es fehlt immer noch etwas, dann könntest du deine Ansicht verändern und dir zutrauen, vollständig zu sein
so wie du bist. Mit allen 'Fehlern', 'Schwächen' und 'Makeln'. Du kannst dich gleich vollständiger empfinden.


Start:
Heute könntest du dem Kritiker in dir begegnen. Dem, der immer sagt, du müsstest noch dies machen oder das tun und dies lernen und das können, um vollständig zu sein. Du könntest ihm/ihr jetzt danken, für die viele Mühe, die er/sie sich in dir macht, und ihn/sie beruhigen, dass er/sie schon erfolgreich war ; )

Entspanne dich, richte dich auf, löse alle Anspannungen in Unterkiefer und Zunge. Halblächeln. Einatmend weißt du, dass du vollkommen bist, Ausatmend weißt du, dass du aufgehoben bist.


(Ein) vollkommen
(Aus) aufgehoben




Weil Glaube Berge versetzt, beginnt es damit, eine Entscheidung zu treffen. Die Entscheidung, einfach zu glauben, dass du schon jetzt ganz bist : )

Und wenn du dann vielleicht sogar glauben kannst, dass du ein wichtiger Teil von einem wichtigen Ganzen bist, dann könntest du auch das fühlen. Du könntest die Verbindung mit diesem großen Ganzen fühlen und das Aufgehobensein darin. Das ist ein gutes Gefühl, auf jeden Fall in den Momenten, in denen du es fühlen kannst.

Das macht stark und stärker : )

15. September 2009

258 - Ausgesprochen gut!

"Das finde ich ausgesprochen gut!"
"Ich bin ausgesprochen übellaunig."

Jaja, wenn unsere Bemerkung die Hürde überschritten hat und
erstmal aus dem Mund heraus ist, dann ist sie schon ein gutes Stück realer geworden.
Alles was wir sagen, wird 'fester geklopft'. Mindestens in unserer Wahrnehmung.

Bei dem Einen werden Dinge plötzlich richtig gut, der Andere wird wirklich erst richtig übellaunig dann...

Ausgesprochen hilfreich oder eher nicht?


Start:
Heute könntest du mal darauf achten, was du so an festen Ausdrücken sagst, das etwas bewirken oder verstärken könnte.

Vielleicht sagst du oft "Ich bin so fertig" oder "Ich krieg ne Krise" oder "Ich
raste ja aus" oder "Ich werd verrückt"...?

Oder sagst du oft "Oh, wie schön" oder "Ja, haben wir es gut!" oder "Welch ein Glück" oder "Alles gut!" oder "Das wird immer besser"...?


Entspanne dich, setze dich aufrecht hin, Wirbelsäule lang. Löse deine Gesichts- und Mundmuskeln. Halblächeln. Atme bewusst und ruhig, in deinem natürlichen Atemrhythmus. Dabei könntest du diese Wörter denken:


(Ein) Heute genießen
(Aus) glücklich




Achte auf deine Gefühle, denn sie werden deine Gedanken.
Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.
Achte auf deine Worte, denn sie werden zu Taten.
Achte auf deine Taten, denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie bilden deinen Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er bestimmt dein Leben.
(Talmud)

14. September 2009

257 - Jetzt erst recht!

Stell dir vor, du hast eine Idee.

Wenn du Anderen davon erzählst, und sie dir ihre Zweifel anbieten, hast du folgende Möglichkeiten:

1) Du kannst dich auslachen, entmutigen, verunsichern, abbringen, ausbremsen, entkräften oder klein machen lassen, und auf das was du gern wolltest, verzichten...

oder

2) Du kannst ihnen zuhören,
prüfen, was von ihrem Zweifel berechtigt sein könnte. Wenn du in dich hinein horchst, kannst du herausfinden, was du selber glaubst. Dann könntest du dir sagen: "Danke. Jetzt erst recht!"


Start:
Heute könntest du deinen Ideen Mut zufächeln. Denn das können sie, ebenso wie du, immer gut gebrauchen, oder?
Auf diese Weise könntest du auch dich selbst beflügeln.

Entspanne dich, setze dich aufrecht hin, Kopf am Scheitelpunkt wie an einem unsichtbaren Faden nach oben gezogen, Wirbelsäule lang. Sitze so, wie es sich für dich gut anfühlt. Entspanne deinen Mund und dein Gesicht zu einem Halblächeln. Atme in deinem natürlichen Rhythmus, konzentriere dich auf deine Körperempfindungen. Wenn Gedanken oder Gefühle kommen, nimm sie wahr und lass sie vorbeiziehen, indem du deine Aufmerksamkeit wieder voll auf deinen Atem richtest. ) 9 Minuten und 28 Sekunden? Oder 3 Atemzüge? Vielleicht irgendwo dazwischen?


Mut und Zuversicht
für mich und meine Ideen




Wer bereit ist, Hürden zu überwinden, wird Dinge erreichen können, die Andere sich gar nicht vorstellen können ; )

Hab Geduld und halte durch! Damit kannst du erfolgreich sein.

13. September 2009

256 - Wahrhafter Traum

Wenn wir von Traum sprechen, dann meinen wir die Art von Traum, in dem du dir vorstellst, was du zum Beispiel gern tun oder sein würdest. Vielleicht träumst du diesen Traum schon seit langer Zeit oder erst seit Kurzem? Deinen Traum umzusetzen, bedeutet manchmal vielleicht Arbeit, Ausdauer und Mut.

>>Wenn wir versuchen, dem auszuweichen, können wir den Grund, warum wir zu träumen begannen, aus den Augen verlieren, und am Ende merken wir, dass der Traum gar nicht mehr uns gehört.>> Sergio Bambaren, Der träumende Delphin

Wenn du einen Traum hast, dann könntest du dich fragen, welchen Sinn er für dich macht. Ist er A) dazu da, damit du etwas zum Träumen hast? Oder wird er B) zu einer sogenannten Vision für dich, auf deren Verwirklichung du hinarbeitest?

Wenn B) der Fall ist, dann ermutigen wir dich:
Bleib dran, mach weiter, glaub an dich!


Start:
Heute könntest du dich auf deinen Traum besinnen. Was ist davon übrig geblieben? Welcher Traum
ist dir so wichtig, dass du weiter machen möchtest? Dann trau dich! Stell dir heute vorm Schlafengehen vor, wie du dein Ziel bereits erreicht hast. Und morgen früh nach dem Aufwachen. Und vorm Einschlafen. usw. Das ist die Übung : )

Entspanne dich. Löse Kiefer und Zunge, lasse alle Anspannung aus deinem Gesicht. Halblächeln : ) Atme bewusst ein und aus, nimm dabei deinen ganzen Körper wahr. Wenn du bemerkst, dass Gedanken kommen, nimm sie wahr und lasse sie wieder gehen. Führe deine Konzentration einfach zurück zum deinem Atem.


Ein - Aus
fest - frei



Was auch immer die Leute reden, hör ihnen zu, solange es dir gut tut. Sie könnten eine ungeahnte Hilfe für dich sein. Vielleicht haben sie wertvolle Tipps für dich, wie du deinen Weg gehen kannst. Wenn dir dein Traum wichtig ist, verzichte darauf, dich entmutigen zu lassen.

Es gibt Menschen, die schlecht aushalten können, dass du deinen Traum lebst, während sie sich haben schwächen lassen und ihre Träume abgegeben haben. Du könntest ihnen Mut wünschen.

Leb für deinen Traum. Er ist wichtig - so wie du wichtig bist!

12. September 2009

255 - Hier und Jetzt

Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt - Hier und Jetzt...

Die Vergangenheit ist vorbei - die Zukunft ist noch nicht da.

Es existiert NICHTS außer dem Hier und Jetzt!



Start:
Heute könntest du dir einen Notfallplan für schwierige Situationen einrichten. Wenn du etwas erleben solltest, das du als sehr schwierig empfindest, und bei dem deine Gedanken normalerweise Karussel fahren würden, dann könntest du in Gedanken einfach immer wieder diese beiden Wörter wiederholen: Hier und Jetzt.


Entspanne dich. Löse deinen Kiefer und deine Zunge.
Auch Halblächeln entspannt. Atme bewusst und konzentriere dich auf alle körperlichen Wahrnehmungen bei der Atmung. Spüre den Luftzug unter deiner Nase. Ein - Aus. Dies ist der einzige Moment, der gerade existiert. Hier und Jetzt. Ein - Aus. Hier und Jetzt. Ein - Aus. Hier und Jetzt. Ein - Aus.

Wenn du die Wörter auf den Rhythmus deines Atems abstimmst, kannst du erstmal Ruhe in dein Gehirn bringen. Damit kannst du enorm Kraft für die nächsten Schritte sparen. Alles gut.

11. September 2009

254 - Sehnsucht

"Sehnsucht haben. Sich vor Sehnsucht verzehren. Vor Sehnsucht vergehen."

Sehnsucht kennen wir wohl alle in der ein oder anderen Form. Sie ist ein unbefriedigtes, tiefes Verlangen nach jemandem oder etwas.

Man
empfindet dann den Zustand, in dem man sich jetzt befindet, als schwieriger als den, nach dem man sich sehnt.
Das kann zu einem suchtartigen Verlangen nach einem Zustand führen, der anders ist als der jetzige. Wobei unklar ist, ob der Umstand, nach dem sich gesehnt wird, tatsächlich für mehr Glück sorgen würde. Denn er liegt ja
unerreicht in der Zukunft.

In jedem Fall wird der erlebte Augenblick als minderwertiger betrachtet als der angestrebte. Und wie das bei Süchten so ist, hat man oft das Gefühl, der Sucht ausgeliefert zu sein; bis man verzehrt ist, oder sogar daran vergangen...Autsch, das kann weh tun.


Start:
Heute könntest du überlegen, wann du Sehnsucht empfindest. Versuche mal, die Stärke deiner Sehnsucht einzuordnen.

Hat die Sehnsucht keine oder leichte Auswirkungen auf dein 'Jetzt'? Oder kannst du Verhaltensveränderungen
beobachten, wie zum Beispiel Verlust von bestimmten Fähigkeiten? Oder bist zu zeitweise in deinem 'normalen' Leben sogar sehr blockiert?

Entspanne dich, löse Anspannungen im Gesicht, im Mund, in deinem Gehirn. Halblächeln. Lass aufsteigende Gedanken mit der nächsten Atmung wieder ziehen, und führe deine Konzentration freundlich und
immer wieder klar zurück zu deinem Atem. Hier und Jetzt : )


ich bin hier
ich bin jetzt


Der Schmerz, der durch unbefriedigte Sehnsucht entsteht, kann nur auftauchen, weil wir selbst der Sucht 'nach etwas' so großen Raum geben.
Je größer unsere Flucht aus dem 'Jetzt' ist, desto größer ist die Beeinträchtigung auf unser Leben.

Wenn wir uns
durch bewusste Atmung immer wieder zurück in die Jetzt-Zeit holen, dann wird zumindest für diese Zeit der Schmerz nachlassen können.

NICHTS als Atmen. Das reicht schon. Je öfter, desto besser. Je länger, desto wirksamer.

10. September 2009

253 - Mir und dir verzeihen - cool!

Wer sich selbst nicht verzeihen kann, könnte Schwierigkeiten haben, Anderen zu verzeihen.

Verzeihen hat etwas mit Großzügigkeit zu tun. Wer Schwierigkeiten hat,
sich selbst großzügig Fehler und Fehlschritte im Leben zu verzeihen, der wird dies wahrscheinlich auch nur sehr begrenzt anderen gönnen.

Wer seine eigenen Fehler ertragen oder sogar annehmen kann, der weiß auch wie es anderen ergeht, und kann ihnen deshalb leichter ihre Fehler nachsehen und/oder verzeihen.


Start:
Heute könntest du überlegen, wem du seine/ihre Fehler nicht nachsehen oder verzeihen kannst. Wenn du diese Erinnerung nun vor deinem inneren Auge hast, könntest du, gerade wenn du anfängst, schwierige Gefühle wahrzunehmen, denken: Ich verzeihe dir und
ich verzeihe mir und auch mir wird verziehen. Wiederhol das ruhig ein paarmal.

Entspanne dich, löse alle Anspannungen in deinem Körper. Nehme die Gedanken wahr, und konzentrier dich dann wieder auf deinen Atem. Halblächeln macht schön : )


Ich verzeihe dir und ich verzeihe mir
und auch mir wird verziehen.

Friedensgedanken für die Welt : )


Sich selber zu verzeihen, hilft in jedem Fall dabei, Anderen verzeihen zu können.

Es
ist deine Entscheidungssache. Man kann das ganz leicht lernen, sobald man sich dafür entscheidet. Wer Verzeihen gelernt hat, wird deutlich weniger Ereignisse im Leben finden, bei denen er/sie hadern müsste.

Du darfst dir natürlich weiterhin alle Situationen ersparen, in denen du dich unwohl fühlst oder die dir ungut tun. Äußere dich freundlich und klar. Das geht viel besser, wenn du bereits verziehen hast : )

9. September 2009

252 - Woraus besteht der Geduldsfaden?

>>Heute wird vielfach Faden synonym zu Garn verwendet. Der Begriff Garn wird in diesem Zusammenhang jedoch länger verwendet. Er stand ursprünglich für eine aus getrockneten Därmen bestehende Schnur.
„Faden“ bezeichnet streng genommen nur ein kurzes Garnstück mit begrenzter Länge.<<
Etymologische Herleitung nach wikipedia

Aha. Das hilft ja schonmal weiter...

Der Ausdruck Geduldsfaden existiert in unserem Sprachgebrauch schon sehr lange. Er besteht demnach aus Geduldsgarn, das unendlich lang ist, jedoch in kürzere Geduldsfäden aufgeteilt wurde. So leitet sich nebenbei auch die Erkenntnis her, dass der Geduldsfaden endlich ist.

Hanfgarn heißt so, weil es aus Hanffasern besteht, Baumwollgarn, weil es aus Baumwollfasern besteht, usw. Der Geduldsfaden besteht somit aus Geduldsfasern, die zu Geduldsgarn versponnen und dann in Geduldsfäden gekürzt wurden.

Jetzt stellt sich die Frage: Woraus bestehen die Geduldsfasern?
Unsere Antwort darauf ist Liebe, Verständnis und Vertrauen.


Start:
Heute könntest du überlegen, an welcher Stelle in deinem Leben dein Geduldsfaden des Öfteren reißt. Wenn du dich jetzt an den letzten Riss erinnerst, könntest du eine Portion Liebe, Verständnis und Vertrauen hinzugeben. Indem du einfach die Wörter denkst.
Das ist die ganze Übung : )

Entspanne dich, löse dein Gesicht, lockere den Kiefer und die Zunge. Atme bewusst, Ein und Aus. Lächle und denke die Wörter : )
Reicht deine Geduld für 9 Minuten und 18 Sekunden? Oder ein paar Atemzüge?


Liebe, Verständnis und Vertrauen
für mich selbst und für Andere
Friedensgedanken für die Zentralafrikanische Republik : )


Je mehr von allem da ist, und je konzentrierter und fester es ineinander versponnen wird, desto dicker und stabiler kann das Garn werden. Umso strapazierfähiger ist dann der Geduldsfaden.
Bedenke bitte, dass auch der strapazierfähigste Geduldsfaden irgendwann einmal zuende ist. (denn er ist ja kein Garn...)

Die Festigkeit des Geduldsfadens kann verringert werden, wenn man die dualistischen Gegenpole von Liebe/Verständnis/Vertrauen hineinarbeitet: Angst, Unwissenheit und Misstrauen.
Diese können Zweifel, Unbeherrschtheit, Wut verursachen, die ihrerseits die Stabilität verringern. Wer Solcherlei hineinspinnt, darf mit geringerer Stabilität rechnen.

Es gibt für Geduldsfäden also keine einheitliche Aussage über eine feste Größe der Stabilität, weil es unterschiedliche Qualitätsmöglichkeiten bei der 'Produktion' gibt, die von der Zutatenliste des Einzelnen abhängen.

8. September 2009

251 - Schmollen

"Jahrelang habe ich dies oder das getan oder andere tun lassen, obwohl es mir ungut tut. Jetzt reichts! Es ist Schluss! Jetzt bin ich bockig, mir doch egal."

Joho! Das ist das Zeichen, dass du irgendwie über deine Grenzen gegangen bist und nun versuchst, dich zu schützen. Gut so. Du darfst entscheiden, dass niemand durch deinen Vorgarten trampeln
darf.

Schmollen ist dabei der Schutzwall für deinen Schutz, deine Hecke sozusagen. Wenn jahrelang etwas als normal schien, braucht es schon eine Menge neues Selbstbewusstsein, um neue Regeln mit innerer Sicherheit einzuführen.

Wenn du also schmollst, kannst du wissen, dass es einen guten Grund gibt. Den zu finden ist eine Sache. Das Schmollen umzuwandeln in souveräne Sicherheit ist eine andere.


Start:
Heute könntest du dir ein Thema vor Augen halten, bei dem du schmollst.

Vielleicht verhält sich einer deiner Verwandten oder Freunde so, dass es dir missfällt, und du reagierst total überempfindlich oder motzig? Oder vielleicht war etwas jahrelang selbstverständlich für Andere, und nun hast du deine Ansicht verändert und möchtest das in Zukunft anders haben? Deshalb wirst du ganz grantig, wenn sie sich immer noch so wie früher verhalten? Oder jemand verweigert dir stetig etwas, das für dich wichtig ist, und deshalb ziehst du Konsequenzen und nimmst Abstand, allerdings auf sehr trotzige Weise?

ruhig und sicher
für mich selbst einsetzen
Friedensgedanken für Kroatien : )


Wenn etwas für dich im Moment wichtig ist, dann ist das so. Du solltest dich gut für dich und deine Bedürfnisse einsetzen. Genauso haben auch Andere das Recht, sich zu verhalten, wie sie es entscheiden, solange sie damit nichts Unrechtes tun.

Wenn dir das ungut tut, ziehe
ruhig deine Konsequenzen. Du darfst dir sicher sein, dass es der richtige Weg ist, wenn du die Angelegenheit mit Achtung und Respekt vor dir und vor der Entscheidung des Anderen behandelst.

Es kann helfen, dem/der Anderen seine/ihre 'Dummheit', 'Ignoranz', 'Egoismus', 'Grausamkeit' oder ähnlich schwierige Verhaltensweise zu verzeihen. Er/sie weiß sich einfach nicht anders zu verhalten. Das ist sehr traurig für dich, und mindestens genauso auch für ihn/sie... (siehe Kapitel Nr. 59)

7. September 2009

250 - Blumen für dich

Mit ihrer Schönheit und Natürlichkeit haben Blumen schon Generationen von Menschen erfreut. In allen Kulturen spielen sie eine Rolle - als Schmuck, Dekoration oder auch als besonderes Geschenk.

Sie sind einzigartig. Schön. So wie du auch.


Start:
Heute könntest du während des Atmens eine Entdeckung machen.
Wenn du dich entspannst, die Augen schließt, alle Gedanken gehen lässt, ein- und ausatmest und deinen Körper spürst, dann könntest du das Wort 'Blume' denken. Einfach 'Blume'.
Nach einer Weile, wenn du offen bist wahrzunehmen, taucht eine Blume vor deinem inneren Auge auf.
Etwas in dir kann eine Blume wahrnehmen; das ist deine Intuition.
Vielleicht fällt dir plötzlich ihr Name ein, vielleicht erscheint sie als Idee ohne Kontur, vielleicht siehst du sie sogar bildlich.
Manche wissen einfach, dass sie da ist. Andere sehen sie, sogar in Farbe. Manche können sie sogar 'riechen', können sehen, wo sie steht. Mach dir dein eigenes Bild.
Bei jedem ist das anders und es kann sich ständig ändern.
Es ist deine Blume. Sie ist du, und sie ist immer zu deiner Freude da : )



Einatmend weiß ich, dass ich einatme
Ausatmend sehe ich die Blume in mir
Friedensgedanken für Mali : )


Wir war es bei dir? Wie hast du deine Blume empfunden? Welche Bilder, Gedanken, Ideen und Gefühle sind in dir aufgetaucht?

Bei manchen klappt es gleich beim ersten Mal, Andere 'sehen' erstmal NICHTS. Beides ist gut. Das Wort 'Blume in mir' reicht, um deinem Bewusstsein ein Geschenk zu machen.

Weil wir sehr daran gewöhnt wurden, Bilder von außen, über unsere Augen zu sehen, können wir uns ruhig ein bisschen Zeit geben, bis wir auch die inneren Bilder entdecken. Eines ist sicher, sie sind dort und du kannst sie mit geschlossenen Augen finden lernen : )

6. September 2009

249 - Alle tun das...?

"Alle tun das."
"Alle machen das so."

Ja. Und? Heißt das dann
, dass es so richtig ist?
Esst Scheiße? Millionen von Fliegen können nicht irren?


Wenn alle etwas tun, heißt das ja noch lange nicht, dass es gut ist, oder dass wir es auch tun sollten.

Dass wir vielleicht gar nicht auf unsere eigene Meinung kommen, wäre auch ein Fall von Anhaftung. Interessant, wo sie überall zum Tragen kommen kann, oder?


Start:
Heute könntest du dich an eine Sache erinnern, in der du ursprünglich eine andere Meinung als die Anderen hattest, die du dann gegen dein intuitives Gefühl aufgegeben hast, weil "Alle das so machen". Später konntest du bemerken, dass es eine Fehlentscheidung war...

Vielleicht spürtest du intuitiv kein Vertrauen in eine Person, der
aber "Alle" Vertrauen geschenkt haben, so dass du dich angechlossen hast - zu deinem späteren Schaden?
Oder vielleicht hatte deine Clique etwas vor, bei dem "Alle" mitmachen, und obwohl
dir dein inneres Gefühl sagte, du solltest lieber nicht mitmachen, hast du dich mitziehen lassen - zu deinem späteren Schaden?
Oder vielleicht hast du einen Trend, dem "Alle" gefolgt sind, mitgemacht, obwohl du dich damit gar nicht wohl gefühlt hast - zu deinem späteren Schaden?

Du könntest jetzt ein Weilchen bewusst atmen. Einatmend bist du dir deines ganzen Körpers bewusst - Ausatmend bist du frei von Anhaftung und Abhängigkeiten
: )


frei von Anhaftung
gelassen
Friedensgedanken für Antigua und Barbuda : )


Was "Alle tun", tun ja gar nicht immer alle. Das sagen Andere oft nur, um uns wie Außenseiter dastehen zu lassen. Weil sie wissen, dass wir das vielleicht schwer aushalten können.

Wir wollen am liebsten mitten drin sein, weil es sich dann so anfühlt, als wäre es wie unsere eigene Mitte. Doch zupp, schon sind wir raus aus unserer Mitte.

Wir könnten uns selbst viel öfter selbst trauen. Und die Scheiße den Fliegen lassen...

5. September 2009

248 - Gleicher als andere?

Alle Wesen haben das Bedürfnis und den Wunsch nach Liebe und Glück. Wer könnte da bestimmen, welches Glück und welche Liebe wichtiger wäre? Und wie könnte man hier überhaupt unterscheiden?

Unser Glück
können wir sogar mit dem Glück anderer verbunden finden.
Wenn wir lieben, dann wird das Glück des Anderen zugleich unser Glück. Die andere Person, oder andere Wesen im allgemeinen, glücklich zu sehen, kann Glück in uns verursachen.


Wir könnten folgende Gleichung daraus erschließen:
Glück Anderer =
Unser Glück = Glück Anderer = Unser Glück
Und umgedreht ; )

Wie könnte jemand, der sich egoistisch um sein/ihr eigenes Glück bemüht, ohne das Glück Anderer als gleich wichtig zu erachten, glücklich werden?


Start:
Heute könntest du dir die Auswirkung des Glücks anderer Wesen auf dein eigenes Glück vor Augen führen. Das ist die ganze Übung.


Wenn du jetzt möchtest, könntest du deinen Mund und dein Gesicht entspannen, dich auf
richten und bewusst atmen. Sei dir deines ganzen Körpers, deiner Gedanken und der Geräusche um dich herum bewusst. Nimm sie wahr, ohne ihnen anzuhängen. Lass sie einfach wieder ziehen.


Liebe und Glück für alle WesenFriedensgedanken für Brunei : )


Was könnte es für uns bedeuten, wenn wir Anderen das Gleiche wünschen wie uns selbst, nämlich Glück und Liebe? Wie fühlt sich das für dich an? Welche Gedanken konntest du dabei wahrnehmen?

Wer könnte wohl glauben, er/sie hätte
mehr Recht auf Glück als Andere?
Wir glauben: Gleiches Recht für Alle...

4. September 2009

247 - Sinn des Lebens

Der Sinn des Lebens...wo ist er, wie ist er, wann ist er da? Und vor allem: wie erkenne ich ihn?

Dies sind vielleicht einige der beliebtesten Fragen der Menschheit.

Eine verbindliche Antwort kennt darauf wohl niemand.

Solange wir auf der Suche nach der Antwort noch im Ungewissen tappen, erscheint uns die Beta-Versions-Antwort ziemlich attraktiv: Glück. Oder 42?


Wenn wir die Entscheidung zu Glück treffen, kann das nachhaltige Wirkung haben...


Start:
Heute könntest du eine Entscheidung für diesen Tag treffen:
Ich entscheide jetzt, ob ich heute Glück in den kleinen Dingen des Alltags entdecke oder mich unglücklich fühlen möchte.

Wenn du jetzt bewusst atmen möchtest, dann könntest du das Glück in jedem Atemzug spüren.


kleine Dinge des Alltags
glücklichFriedensgedanken für Indien : )



Wenn du heute glückliche Kleinigkeiten sammeln möchtest, könntest du am Ende des Tages vielleicht schon ein ganzes Gefäß mit Glück gefüllt haben.

Das Gefäß bist du. Wir wünschen dir viel Spaß dabei : )

3. September 2009

246 - Außen wie innen

"Soll das heißen, dass man daran, wie jemand nach außen agiert, ungefähr erkennen kann, wie es in ihm/ihr aussieht?"

Ja, so in etwa schon.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wie immer.


Wenn jemand Anderen zum Beispiel liebevoll und mitfühlend begegnet, kann man davon ausgehen, dass diese Person Liebe und Mitgefühl in sich trägt. Je weiter das Feld ist, in der diese Person
sich liebevoll und mitfühlend für Andere einsetzt, desto mehr Raum scheint dafür in ihm/ihr zu sein.

Behandelt jemand Andere egoistisch und nutzt sie letztlich nur für seine Zwecke, dann kann man ziemlich sicher sein, dass er/sie wenig Raum für Andere
in sich hat.
Das macht in der Regel einsam. Schon allein deshalb wäre es ein Trugschluss, einen Egoisten für sein/ihr Ich-bezogenes Handeln zu verurteilen...Verständnis und Mitgefühl wäre wohl für diesen Menschen eher angebracht.


Start:
Heute könntest du an einen egoistischen Menschen denken, falls du mal einem begegnet sein solltest. Nimm jemand unkompliziertes für dich. In Anbetracht seiner inneren Armut an Liebe und Mitgefühl für andere,
könntest du ihm/ihr etwas davon schenken. Einfach so, mit Gedanken, obwohl er sich das vielleicht gar nicht verdient hat.

Entspanne deine Muskulatur, vor allem in Gesicht, Kiefer und Zunge, richte dich dabei auf, den Kopf gerade und den Scheitelpunkt als höchste Stelle nach oben gerichtet, Kinn etwas zur Brust geneigt. Halblächeln tut auch
gut. Wenn du jetzt bewusst ein- und ausatmest, könntest dir diese Person vor Augen führen und die Wörter denken:


Liebe und Mitgefühl für die Person XYFriedensgedanken für Angola : )


Diese Sicht kann erstaunlicherweise dazu beitragen, dass wir plötzlich
seltener mit 'schlimmen' Menschen umgeben sind.
Die, die wir vorher verurteilt haben, können wir nun mit anderen Augen sehen. Wenn wir ihnen Liebe und Mitgefühl zugestehen, dann öffnet sich etwas in uns!

Das bedeutet im Übrigen keinesfalls, dass wir ihre egoistischen Handlungen nun gutheißen müssen.

2. September 2009

245 - Das gefällt mir so besser

"Was ist denn nun, wenn ich etwas doof finde, oder sogar richtig doof? Das muss ich doch wohl sagen können."

Ja, klar. Bei deiner Wahrheit bleiben, das ist wichtig.
Wie wir die Wahrheit jedoch verpacken, macht eine Menge aus.

Statt "Das finde ich schrecklich"
könnten wir zum Beispiel sagen
"Das ist nicht mein Geschmack" oder "Soundso finde ich es schöner" oder "Das ist schwierig für mich, wie wäre es denn, wenn es soundso gemacht würde" oder "Hm, interessant, und wie wäre es soundso?"

Statt "Das ist ein Problem"
könnten wir zum Beispiel sagen
"Das erscheint mir schwierig" oder "Das finde ich wenig hilfreich" oder "Mir wäre es wichtig, darüber nochmal zu sprechen/nachzudenken/entscheiden" oder "Mir erscheint das anders zu sein" oder " Ich würde gern deinen Grund für diese Entscheidung verstehen, würdest du es mir nochmal erklären?"



Start:
Heute könntest du beobachten, wie oft du konfrontative Aussagen triffst, die Andere vielleicht vor den Kopf stoßen könnten.
Denke dir jedes Mal, wenn es dir passiert ist, eine andere Form aus, die deine Meinung berücksichtigt, ohne den Anderen mit Härte zu konfrontieren. Vermeide Du-Botschaften.

Entspanne dich, setze dich aufrecht hin, löse deinen Bauch und dein Gesicht mit einem Halblächeln, atme in deinem natürlichen Rhythmus. Ein - Aus : )


gewaltfreie Ausdrucksweise
wahrhaftig und friedvoll
Friedensgedanken für Somalia : )


Anstatt vernichtende Kommentare zu bringen, könnten wir uns auf eine neutrale und wohlmeinend ehrliche Weise äußern. So kann der Andere annehmen, was wir ihm/ihr mitteilen möchten.

Damit könnten wir allen Beteiligten
helfen, vor allem auch uns selbst. Denn wenn wir auf harte Bewertung und Aussagen verzichten, erscheint uns das Thema gleich weniger unangenehm.

Auf diese Weise vermindern wir die unguten Begebenheiten in unserem Leben auf extrem einfache Weise : )

1. September 2009

244 - Cool, Überkrass, Genial!

Es gibt viele Wörter, die unangenehme Einstellungen ausdrücken.

Wieviele Wörter gibt es denn, die das Gegenteil tun?

Wir
tragen mal zusammen, was uns einfällt:
gut, toll, super, genial, fein, klasse, gelungen, erfreulich, großartig, wunderbar, wundervoll, brilliant, goldig, entzückend, prima, cool, über, wow, plus, positiv, bestens, krass +, knorke, astrein, asse, spitze, umwerfend 'z.B. gut', töfte, schnafte, dufte, einmalig, sagenhaft, hurra, begeisternd, erfrischend, amusant, lieblich,
allerliebst, herzallerliebst, angenehm, wonnig, sonnig, spaßig, hochkarätig...


Start:
Heute könntest du darauf achten, wie oft du genervte Kommentare ablässt und wie oft du dich auf erfreute Weise zu etwas äußerst. Fallen dir noch andere gute Wörter ein? Das ist die ganze Übung.

3 Mal bewusst und ruhig ein- und ausatmen, löse deinen Kiefer und deine Zunge dabei, so dass dein Halblächeln entstehen kann : )



das Gute bemerken
Friedensgedanken für São Tomé und Príncipe : )


Im täglichen Sprachgebrauch werden viele Miesmacher benutzt. Das Fäkalienvokabular und viele andere Wörter können alles so richtig gut 'schlecht' machen. Das zieht runter und kostet Energie.

Was passiert, wenn wir nun vermehrt gute Wörter einsetzen, wenn wir etwas als angenehm empfinden? Das macht einen Eindruck auf uns. Wenn wir also anfangen spendabler mit guten Aussagen zu werden, kommt das unbewusst unserem Gefühl zugute.

Dadurch stärken wir die guten Gedanken und Gefühle in uns. Das fühlt sich insgesamt besser an. Hurra!