Wie man NICHTS tut:

Hier findest du im Archiv unter 2009 für jeden Tag eine Idee fürs NICHTS Tun. Weil das eine der schwierigsten Tätigkeiten ist, starten wir in der ersten Phase, Januar, mit 1 Minute. Danach fühlst du dich vielleicht bereit für längere Zeitphasen. Im Februar üben wir dann 2 Minuten, im März 3 Minuten u.s.w. Im Dezember fühlst du vielleicht schon stark genug, 12 Minuten NICHTS zu tun.

Und bitte, hab keinen Spaß daran ; ) NICHTS zu tun ist etwas, was wir nie tun sollten, es kann also keine Freude machen! Oder?
Falls du nicht geduldig sein möchtest, ist das auch OK. Wir wissen, dass Millionen von Menschen nicht fähig sind, NICHTS zu tun, sei also nicht traurig, falls du herausfindest, dass du so bist wie sie. Es ist OK. Alles ist OK.

Fertig? Dann mach jetzt deine Zigarette aus, stoppe das Reden und Denken, schalte die Musik, TV, dein Kind, Nachbar, Telefon aus, oder was auch immer ETWAS tun mag in deiner Nähe.
Es kann sehr hilfreich sein, dich vor deinem Computer gerade hinzusetzen. Aufgerichtet, aber nicht unbequem, so wie es für dich gemütlich ist, kannst du nun den Text des Tages lesen, und wenn du möchtest die Übung ausprobieren.

Wir wünschen dir das Beste,
Christiane Schinkel, SCHINKEL-COMPANY

P.S.: Falls du später dazu kommst, dann könnte es für dich von Nutzen sein, bei 1 anzufangen. Dann machst du dir eben deinen eigenen Kalender und hast Neujahr mitten im Jahr : )

20. Oktober 2009

293 - Rache macht bitter

"Rache ist süß."

Nun ja, vielleicht für einen Augenblick. Wenn die Rache von der eigenen Verletzung ablenkt.

Was jedoch übrig bleibt, ist die Verletzung, denn sie verheilt ja auch durch Rache nicht. Außerdem kommt die Last der Rachetat hinzu. Am Ende ist man doppelt beladen. Bitter.


Start:
Heute könntest du überlegen, in welchen Momenten du auf Rache sinnst. Genau dann, wenn in dir das Bedürfnis nach Rache entsteht, kannst du wissen, dass du eine Verletzung deiner Bedürfnisse oder Gefühle erlitten hast, die sehr schmerzhaft ist. Nimm dich ihrer an und versorge dich gut, so dass es dir dauerhaft besser gehen kann.

Entspanne dich, löse deine Anspannungen in Gesicht, Zunge und Kiefer. Lass ein Halblächeln ins Gesicht. Atme ruhig ein und aus. Konzentrier dich auf deinen Atem. Nimm Gefühle und Gedanken wahr und lass sie dann ziehen. Fang dann wieder von vorne an, dich auf den Atem zu konzentrieren, sobald du dein Denken bemerkst. Ein - Aus.


Liebe und Mitgefühl für mich

Meinen Verletzungen Verständnis entgegenbringen



Wenn du nun herausfindest, was dich so verletzt hat, welches Gefühl du wirklich hast und welches Bedürfnis missachtet wurde, könntest du auf Rache verzichten. Und dann für dich selbst sorgen, anstatt deine Energie auf zerstörerische Rache zu verschwenden.

Damit könntest du dir langfristig viel besser helfen.

19. Oktober 2009

292 - Wenn ich krank bin

"Alle können machen, was sie wollen, nur ich kann nicht mitmachen. Und sie nehmen mich nicht einmal ernst."

Ja, das kann traurig machen.

Dabei könnte doch jeder wissen, dass Krankheit irgendwann für alle von uns ein Thema wird. Auch Alter und Schwäche, Hilfsbedürftigkeit und vielleicht sogar Ausgeliefertsein wird uns früher oder später selbst betreffen.

Wer kein Mitgefühl für kranke Menschen und ihre
Einschränkungen hat, zeigt, dass er Schwierigkeiten hat, mit dem Thema zurechtzukommen. Meistens ist der Grund unbewusste Angst; die Themen Krankheit und Sterben werden deshalb verdrängt, obwohl sie unvermeidbar sind.

Wer Mitgefühl für sich selbst entwickeln konnte, kann dies auch von Herzen anderen zukommen lassen.


Start:
Heute könntest du dich daran erinnern, dass Krankheit und auch das Sterben Teil unseres Lebens ist. Es
betrifft uns selbst oder Menschen die uns nahe stehen.
Wie fühlt es sich für dich an, wenn du dir Gedanken zu dem Thema machst? Kommt ein unwohles Gefühl in dir auf, oder gar Angst?

Entspanne dich, setze dich aufrecht hin, Rücken gerade und Kopf über der
Wirbelsäule. Löse deine Muskulatur in Kiefer, Zunge, Augen, Wange, Stirn, Kopfhaut, Hablächeln im Gesicht. Entspanne dein Gehirn. Atme ruhig und bewusst, in deinem natürlichen Rhythmus.


Krankheit und Sterben im Leben akzeptieren
Mitgefühl für meine Angst

Mitgefühl für die Krankheit Anderer



Wenn wir diese Themen verdrängen, erwischen sie uns irgendwann unvorbereitet. Wenn wir glauben, wir bleiben davon verschont, könnten wir hadern, wenn es dann soweit ist. Das macht es uns schwerer.

Leichter wird es, wenn wir Krankheit und Sterben als einen natürlichen Anteil am Leben sehen. Sobald wir das
anerkennen können, können wir kranken und sterbenden Menschen eine Hilfe sein. So wie wir uns ihre Hilfe wünschen, wenn eines Tages wir an der Reihe sind.

18. Oktober 2009

291 - Was ist?

"Woher weiß ich eigentlich, dass etwas existiert?"

Alles was Gegenstand deiner Wahrnehmung ist, existiert. Mindestens in deiner Welt. Sobald du etwas wahrnimmst, und sei es nur als Gedanke, ist es existent. In diesem Fall eben als Gedanke. Auch Gefühle sind existent für den der sie fühlt.

Selbst innere Stimmen und Geräusche bei der Krankheit Schizophrenie sind existent für den der sie hört. Für den behandelnden Arzt sind sie das auch, nämlich als Krankheitsbild.

In manche Kulturen existieren deshalb 'Krafttiere' oder 'Geister' oder 'spirituelle Kräfte',
in anderen eben nicht, oder auch 'Gott' oder dergleichen existiert exakt für die Menschen, die das in ihrem Leben 'wahrnehmen'.

Für deine Wirklichkeit ist es entscheidend, wie sich das Umfeld dazu verhält. Weil allem zu mehr 'Existenzfestigkeit' verholfen wird,
was vermehrt Aufmerksamkeit erhält.


Start:
Heute könntest du überlegen, worauf du dich in den letzten Tagen oder Wochen konzentriert hast, was du also besonders wahrgenommen hast.

Ist es vielleicht Ärger über Situationen, Menschen oder Umstände? Oder vielleicht sind dir besonders die Dinge aufgefallen, die schwierig sind oder dir nicht gefallen? Hast du dich besonders damit beschäftigt, was du eigentlich NICHT magst?

Wenn du möchtest, könntest du heute deine Aufmerksamkeit auf das konzentrieren, was dir Freude bereitet. Wenn du die anderen Dinge wahr nimmst, existieren sie natürlich - ob du ihnen weitere Aufmerksamkeit schenkst, liegt ganz an dir.

Entspanne dich, schließe die Augen und konzentrier dich auf deinen Atem. Oder schau aus dem Fenster, gehe ein kleines Stück spazieren und nimm vor allem wahr, was dir gefallen kann. Lächle, denn du könntest dich an vielem erfreuen : )


die kleinen Dinge wahrnehmen
und mich daran erfreuen
Unangenehmes zurücktreten lassen



Alle 'Existenzen', denen du deine Aufmerksamkeit entziehst, könnten, für dich in deiner Welt, weniger existent wirken. Du könntest es sogar soweit bringen, dass du sie als 'nicht existent' definierst und 'wahrnimmst'.

So lässt sich zum Beispiel die Wahrnehmung von Angst, Unglück und Leid so verschieben, dass sie deine Lebenswahrnehmung auf eine Art und Weise verändern, dass sie dich nicht mehr so wie früher beeinträchtigen : )

17. Oktober 2009

290 - Stolzes Herz

Stolz ist das Gefühl von großer Zufriedenheit mit sich selbst, bzw. Hochachtung für die eigene Person oder Tat.

Es entsteht meist dann, wenn man glaubt, etwas Besonderes, Anerkennenswertes oder Zukunftsträchtiges geleistet oder daran mitgewirkt zu haben

Stolz ist uns angeboren. Ebenso wie die Emotionen Ärger, Ekel, Furcht, Traurigkeit, Überraschung und Freude wird die Gemütsbewegung des Stolz auf der ganzen Welt sogar ohne Worte verstanden.

Es gibt ein gesundes Maß an Stolz, denn oft tun wir ja beachtliche, hilfreiche Dinge, auf die wir ruhig stolz sein dürfen.


Start:
Heute könntest du überlegen, auf was du alles stolz bist. Sicher gibt es viele gute Dinge, die dich stolz machen. Bedenke, dass all diese Dinge vergänglich sind und sich jederzeit ändern könnten.

Wenn du dir darüber bewusst sein kannst, dann kannst du um so mehr genießen. Und wenn du gleichzeitig dein Mitgefühl, deinen Respekt und deine Anerkennung an die richtest, denen es weniger gut geht als dir, dann
bist du weit entfernt von Hochmut.

Atmen und entspannen, 9 Minuten und 34 Sekunden?


um die Vergänglichkeit wissen
und mich an meinem Glück erfreuen

Mitgefühl für alle, denen es weniger gut ergeht



Wenn der Stolz zu groß wird, dann schlägt er manchmal um in Hochmut. Und Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall.


Wenn wir uns der Geschenke bewusst sind, die das Leben uns bringt, und, anstatt sie nur für uns zu behalten, auch mit Anderen teilen, wenn wir die, die weniger haben oder können, genauso wertschätzen wie uns selbst, dann würden wir weich landen... weil sie uns gern auffangen würden.

Es ist alles eine Sache der inneren Haltung - sonst NICHTS : )

16. Oktober 2009

289 - Ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, gute Gedanken zu verschenken:

+ Erstmal an dich selbst.

+ Dann könntest du gute Gedanken an jemanden senden, den du gerne magst.

+ Dann an jemand, der neutral für dich ist, vielleicht der Postbote, die Verkäuferin, Busfahrer oder ähnliches.

+ Dann an eine Gruppe, mit der du verbunden bist, zum Beispiel deine Familie, Freundeskreis, Klasse, Sportgruppe oder sonstige Menschen, mit denen du etwas zusammen machst.

+ Dann könntest du gute Gedanken an jemanden senden, mit dem du Schwierigkeiten hast. Nimm am Anfang jemand, bei dem die Schwierigkeiten eher leicht sind. Später könntest du dir zutrauen, schwierigere Personen zu nehmen.

+ Und zum Schluss könntest du alle Wesen der Welt nehmen.


Start:
Heute könntest du verschiedenste Menschen, einfach der Reihe nach wie oben benannt, mit Augen des Verstehens und der Liebe anschauen. Das heißt, du stellst dir vor, dass du das tust. Das reicht, um kräftige, gute Gedanken nach außen zu senden. Und das nächste Mal, wenn dir eine der Personen begegnet, fällt es dir vielleicht schon ein bischen leichter, tatsächlich mit diesen 'Augen' zu schauen.

Setze dich aufrecht hin, Augen geschlossen oder im 45 Grad Winkel vor die in die Ferne gerichtet. Entspanne alle Muskeln deines Gesichts, dann stellt sich ein Halblächeln ein. Wenn du möchtest, könntest du für jede Gruppe ca. 1,5 Minuten nehmen.



mich selbst mit Augen des Verstehens und der Liebe anschauen
jemand, der mir nahe steht,
mit Augen des Verstehens und der Liebe ...
jemand neutrales
mit Augen des Verstehens und der Liebe anschauen
meine nahen Mitmenschen
mit Augen des Verstehens und der Liebe ...
eine schwierige Person
mit Augen des Verstehens und der Liebe ...
Alle Wesen
mit Augen des Verstehens und der Liebe anschauen

Liebe und Verstehen für unsere Welt : )



Gute Gedanken setzen gute Energie frei. Während du also hier sitzt und NICHTS tust, tust du praktisch Gutes : )

Für dich - für die Anderen - für die Welt.

15. Oktober 2009

288 - Trost radikal

>>Freien Radikalen fehlt in ihrer chemischen Struktur ein Elektron. Sie greifen andere Moleküle an, um diesen ein Elektron zu rauben. Die angegriffenen Moleküle werden nun auch zu freien Radikalen und brauchen selbst wieder ein Elektron. Ein 'Teufelskreis' entsteht.<< (Chemie)

'Radikalen' scheint etwas elementar Wichtiges zu fehlen, was sie auf anderem Wege ersetzen wollen. In der Hoffnung Erfüllung zu finden, wenn sie radikale Veränderungen im Außen bewirken, scheint jedes Mittel recht - wie groß muss ihre Verzweiflung sein!

Die Ursache für menschlichen Radikalismus könnte zum Beispiel im Mangel an Liebe und Vertrauen liegen.


Start:
Heute könntest du einfach mitfühlende Gedanken an die Menschen senden, die glauben, dass Radikalismus ihnen und der Welt weiterhelfen könnte.
Je größer der Mangel, desto stärker ist das Bedürfnis nach Sinn und Erfüllung. Hier liegt die Wurzel für Bereitschaft zum Radikalismus.

Löse alle Anspannungen, setze dich aufrecht hin, Kiefer und Zunge entspannt zum Halblächeln. Atme, bewusst und in deinem natürlichen Rhythmus. 9 Minuten und 30 Sekunden?



(Ein) ich bin mir des Leids bewusst, das im Radikalismus liegt
(Aus)
ich bringe den Radikalen mein Mitgefühl entgegen


Weil mit Radikalismus, unbedacht oder auch bedacht, Schaden angerichtet wird, ist er wenig zielführend.

Unser Vorschlag: mehr Liebe und Mitgefühl für alle die unter dem Joch des Radikalismus stehen.

14. Oktober 2009

287 - Macht Nehmen so selig wie Geben?

"Geben ist seliger als Nehmen - Soll ich dann nehmen? Damit der Andere selig wird? Schließlich muss ja auch einer nehmen, wenn einer gibt, um selig zu werden!"

Ja, klar sollst du auch nehmen!

Es heißt ja nicht, dass Nehmen 'unselig' ist. Mit Freude Nehmen ist 'selig', wenn gleichzeitig der/die Andere die noch 'seligere' Freude haben darf, zu geben.

Wenn du allerdings nur noch nehmen würdest, um die Anderen sozusagen selig zu machen, wirst du das bald als Milchmädchenrechnung entlarven können.

Denn wer nur nimmt, schafft ein Ungleichgewicht. Das fällt irgendwann auf. Den Anderen, und damit auch dir.


Start:
Heute könntest du überlegen,
ob und wann es in deinem Leben Situationen oder Umstände gab, in denen du mehr gegeben, als genommen hast? Bis du bemerkt hast, dass sich da ein Ungleichgewicht eingestellt hat? Wie empfindest du diese Situation jetzt, aus der fernen Betrachtung?

Und gab es in deinem Leben auch Situationen oder Umstände, in denen du mehr genommen hast, als du geben konntest/wolltest. Wie empfindest du jetzt, aus der fernen Betrachtung, dein Handeln? Wie fühlst du dich damit?

Entspanne dich, löse alle deine Anspannungen in deinem Gesicht, Halblächeln. Sitze aufrecht und so, dass es für dich auch gemütlich ist. Lasse alle Anspannung in deinem Körper und Geist los. Einatmend weißt du, dass du einatmest - Ausatmend weißt du, dass du ausatmest.


Ein - vollen Herzens geben
Aus -
von Herzen nehmen


Nur zu Nehmen schafft Abhängigkeit. Das wird auf lange Sicht zu einer schwierigen Sache, die wenig Glück in sich birgt. Weder für den Gebenden noch für den Nehmenden.

Wer mehr nimmt, als er geben will/kann, hat einen inneren Mangel. Das könntest du dem zuviel Nehmenden nachsehen.

Doch auch wenn "Geben seliger
ist als Nehmen", darfst du in genau dem Moment, wo du das Ungleichgewicht erkennst, und anfangen würdest dich damit unwohl zu fühlen, aufhören zu geben.
Das, was dem Nehmenden fehlt, nämlich Mut und Kraft für sich selbst zu sorgen, kannst du ihm durch zu nachsichtiges Geben auch nicht ersetzen. Das kann er/sie nur dann entwickeln, wenn alle aufhören ihn/sie zu bedienen.

Schenk ihm/ihr deine wohlwollenden, liebevollen Gedanken und guten Wünsche; Auch diese Form zu Geben ist von hohem Wert!

13. Oktober 2009

286 - Mit Geduld zur Geduld

"Oh Mann, geht das schneller? Wie lange soll das denn noch dauern?? Ich raste gleich aus..."

Oh, das hört sich ein klein wenig ungeduldig an.
Wahrscheinlich empfindet diese Person gerade starken Druck. In jedem Fall wird durch diese Ansage Druck erzeugt; in der Person und möglicherweise auch bei Außenstehenden.

Was tun, wenn wir in einer Situation großen Druck empfinden, und dem ausgesetzt sind, weil wir keine Möglichkeit haben, irgend etwas zu ändern?

A)
Eine Lösung wäre 'Ausrasten', verbal oder sonstwie. Immerhin ist sie vielen von uns geläufig.
B)
Eine Alternative wäre, festzustellen, dass wir sehr sehr, wirklich sehr ungeduldig werden könnten. Um dann Geduld für uns selber freizusetzen.


Start:
Heute könntest du dich erinnern, wie du unter Druck meistens reagierst.
R
eagierst du hin und wieder oder sogar häufiger unkontrolliert ungeduldig?

Zum Beispiel, wenn deine Nummer im Bürgeramt fast dran ist, und dann musst du doch noch ewig warten? Oder wenn du in der langen Supermarktschlange fast an der Kasse bist und dann muss die Kassenrolle gewechselt werden? Oder vielleicht fährst du morgens mit dem Auto und plötzlich schert kurz vor dir der Müllwagen ein, hält auf der Stelle und bewegt sich erstmal gar nicht mehr?

Erinnere dich jetzt noch einmal an eine Situation dieser Art. Kannst du deine Ungeduld von damals nachempfinden? Lächle jetzt ruhig, die Situation ist ja vorbei. Und atme bewusst. Dabei kannst du dich freuen, wieviel Geduld du jetzt gerade haben kannst : )


Geduld für meine Ungeduld
lächeln


Es ist wirklich interessant, wie du die Kontrolle über deine Ungeduld übernehmen kannst. Indem du dir deiner Ungeduld bewusst wirst.

Wenn wie gewohnt Ungeduld auftreten würde, bist du in der Lage, das wahrzunehmen. Dann könntest du lächeln und deiner Ungeduld freundlich Geduld entgegenbringen.

Da muss dann selbst deine Ungeduld 'lächeln'. Probier es aus : )

12. Oktober 2009

285 - Freiheit ohne Zwang

"Du musst dich einfach zwingen - sonst kannst du nicht frei werden."

Au Backe, das geht ja gar nicht!

Freiheit existiert dann, wenn man ohne Zwang zwischen verschiedenen Alternativen wählen kann, also autonom bzw. selbständig als Mensch entscheiden darf.


Wenn du bei einer Entscheidung keinem Zwang ausgesetzt bist, also frei bist, zu wählen und zu entscheiden, ist Freiheit für dich wirklich.


Start:
Heute könntest du dich an Situationen erinnern, in denen du dich selbstverantwortlich, aus freier Entscheidung, 'gezwungen' hast, etwas zu tun, was dir Freiheit zu eröffnen schien.

Vergleiche dann mit Situationen, in denen du dich dem Zwang Anderer oder den Umständen gebeugt hast.

Welche Situationen gibt es in deinem Leben, in denen du weg von nicht mehr benötigten Zwängen, hin zu deiner freien Wahl und Entscheidung möchtest?

Entspanne dich, sitze aufrecht, Kopf dort, wo er hingehört: oben (gerade über der Wirbelsäule). Löse die Anspannungen in deinem Gesicht, Halblächeln. Atme bewusst und konzentriere dich auf deinen Körper. Nimm deinen Körper wahr.


frei
stark,
sicher und beschützt



Das Wort Freiheit beschreibt die Freiheit von etwas oder die Freiheit zu etwas.
Jemand ist frei von - Abhängigkeiten
Jemand ist frei zu - entscheiden dies oder das zu tun...

Wann und in welchen Zusammenhängen fühlst du dich frei? Wie frei bist du in diesen Momenten wirklich?

11. Oktober 2009

284 - Das ist ja wohl tabu!?

"Was sollen wir denn tun, wenn es eines Tages keine Tabus mehr gibt, die wir brechen können?" Frage eines Jugendlichen im Jahre 2009

Halb so wild. Da ist nur ein bischen Kreativität gefragt, weil heutzutage viel mehr möglich ist als früher. Beispiele von Tabus die man brechen könnte:

- Handy abschaffen. Stell dir vor, du bist im Wald spazieren, und 20 Freunde kriegen ne Krise, weil sie dich nicht sofort auf der Stelle erreichen. Das ist ja wohl tabu??

- Stell dir vor, du würdest aufhören, fernzusehen. Oder zu konsumieren. Würdest einfach aufhören mit dem bewährten Krams, den die Wirtschaft von dir erwartet. Und deine Zeit nutzen, ohne Geld auszugeben, und trotzdem/gerade deswegen erst richtig Spaß haben! Ah, krass, tabu!!!!

- Die gesamte Weltjugend könnte ein Mega-Tabu brechen: das "Wir-rüsten-um-die-Wette-damit-wir-unsere-Jugendlichen-später-wenn-sie-brav-sind-in-den-Krieg-schicken-
Konzept" brechen und Frieden machen. Krass, wie die gucken würden, die Politiker, Wirtschaftsbosse, Kriegsgewinnler...


Start:
Heute könntest du dir vor Augen führen, in welchen Bereichen du ein wenig Jugend in dein Leben einziehen lassen könntest. Erwachsen sein heißt nämlich auch, alles was schon immer so war, ganz leicht mit Freude und Liebe ändern zu können. Das ist die ganze Übung ; )

Entspanne dich, atme und lächle oder halblächle. 9 Minuten und 22 Sekunden?


Einatmend weiß ich, dass ich einatme
Ausatmend weiß ich, dass alles in Bewegung ist



Fallen dir noch andere Tabus ein?

- Bücher lesen und sich später mit Freunden über den Inhalt unterhalten? Das ist ja schon ein ziemliches Tabu für viele heutzutage. Stell dir den krassen Wissensvorsprung der Kinder vor, weil die Eltern sich nur noch in Fernsehen und Computerspielen auskennen.

- Oder stell dir vor, Jugend findet heraus, wie man beziehungsfähig werden kann, und setzt das dann sogar in echte Freundschaften und langdauernde glückliche Beziehungen um. Wie die Elterngeneration 'brechen' würde, wenn ihnen die Jugend zeigt, dass und wie das geht. Tabu!? : )

Anstatt tabulos alles zu übernehmen, was man uns als 'Lebenskonzept und Lifestyle der modernen Welt ' verkauft, könnte sich die gesamte Jugend einen Spaß machen...

Und, was nun?
Zeigt es ihnen, ja, dazu ist Jugend da, juchhei : )


10. Oktober 2009

283 - Alles Gute für mich

"Ständig soll ich für andere da sein. Und wer denkt an mich?"

Du. Das ist die erste Antwort. Noch bevor andere Menschen für dich da sein können, solltest du es selbst sein.

Denk an dich, sei in jedem Augenblick freundlich und versöhnt mit dir. Zeig dir, wie nett die Welt sein kann : )


Start:
Heute könntest du mal wieder einen Seelen- und Herzens-Wellness-Tag gönnen. Schenke dir all die guten Gedanken, die dich erfreuen.
Liebe, Zuversicht, Glück.

Entspanne dich, setze dich aufrecht hin, so wie es für dich gemütlich ist. Richte deinen Kopf mittig auf deinem Hals über deiner Wirbelsäule auf. Löse deine Bauchmuskulatur und atme bewusst, in den Bauch, aus ihm heraus.
9 Minuten und 20 Sekunden? Oder nur 3 Minuten? Wie lange auch immer, mach es dir schön. Lächle und atme : )


Möge ich glücklich sein
sicher und beschützt



Mangelgedanken erzeugen Mangel - Füllegedanken erzeugen Fülle.

Tatsächlich können wir uns selbst genug sein. Wenn wir nämlich vermissen, was Andere uns sagen sollen, hätten wir schon den ersten Schritt zum Mangel gemacht.

Dabei können wir selbst über unsere eigene unendliche Fülle verfügen.

9. Oktober 2009

282 - Mauern abtragen

"Es gilt viele Mauern abzubauen." Eastside Gallery Berlin

Wenn wir Mauern abbauen, bedeutet das, uns Menschen einander näher zu bringen. Für uns Menschen entsteht daraus ein Vorteil für Alle: Freiheit.

Manche Menschen haben Angst, dass ihnen dadurch Nachteile entstehen. Sie sind zuvor auf andere Weise zu kurz gekommen, und haben zu wenig Liebe erfahren in ihrem Leben. Daher befürchten sie, wieder zu kurz zu kommen.

Es gibt noch viele Mauern abzubauen, zum Beispiel die in den Köpfen der Menschen, die Angst haben. Bevor wir uns um die Mauern in den Köpfen anderer kümmern, könnten wir bei uns selbst anfangen.


Start:
Heute könntest du überlegen, ob und wo du in deinem Denken Mauern stehen hast, oder vielleicht auch nur kleine Mäuerchen.

Vielleicht hast du
manchmal Vorbehalte gegenüber manchen Menschen, Gruppen, Ideen, Interessen, Nationalitäten oder anderen Einstellungen? Genau dann, wenn du Ablehnung empfindest und das Bedürfnis hast, zu bewerten, bist du an eine Mauer in dir gestoßen. Hier ist deine Freiheit begrenzt.

Du kannst nun darüber steigen oder beginnen, sie abzutragen, indem du dir selbst
jetzt liebevolle Gedanken spendierst. Wenn du nun ein- und ausatmest, mit einem entspannten und deshalb halblächelnden Gesicht, könntest du dir selbst wünschen, du mögest voller Liebe und frei sein : )


(Ein) Liebe für mich - frei
(Aus) Liebe für andere - frei



Es bedeutet manchmal etwas Arbeit, uns friedlich zu verständigen und Probleme gemeinsam und in Frieden zu lösen.

Wir können uns dafür einsetzen, dass wir Menschen weniger Angst haben. Das funktioniert am leichtesten, wenn wir anfangen, uns selbst, und damit auch anderen, nette und liebevolle Gedanken zu schenken.

Wer lieben kann, sich selbst sowie auch andere, hat es nicht mehr nötig, zu bewerten oder abzuwerten, wegzunehmen oder vorzuenthalten.

8. Oktober 2009

281 - No 'no future'

"Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße."

Auch wenn wir jetzt noch nicht wissen sollten, wo es hingeht,
geht es weiter und die Zukunft ist immer schon dort.

Ist doch beruhigend zu wissen, dass wir zu jeder Sekunde eine Zukunft haben, die für uns da ist, oder?


Start:
Heute könntest du dich an eine Situation erinnern, in der du dir lange nicht vorstellen konntest, dass und wie es weiter geht. Bis du festgestellt hast, dass sich dann doch unerwartet eine Lösung gefügt hat.

Wenn du dich auch nur an eine kleine Situation erinnern solltest, hast du damit schon das Prinzip durchschauen können.

Entspanne dich, setze dich aufrecht hin, löse deine Gesichtsmuskulatur, Mund und Stirn, Halblächeln. Atme bewusst und in deinem natürlichen Rhythmus, so dass es für dich angenehm ist. Ein - Aus. 9 Minuten und 16 Sekunden? Oder 3 Mal? Wie es gut für dich ist.



zuversichtlich und mutig
voller Freude für die Zukunft




Wenn wir uns darüber bewusst sein können, dass die Zukunft für uns da ist und wir sie nutzen können, wie wir wollen, dann liegt es in unserer Verantwortung, welchen Weg wir wählen und wohin wir gehen wollen.

Es geht um unser Leben, das Leben unserer Gesellschaft, unsere Erde : )

Eine Welt - eine Zukunft!

7. Oktober 2009

280 - Freidenker

"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann."

Eine Meinung zu haben, ist gar nicht so schwierig.

Sie zu jeder Zeit an die jeweilige, neue Lage und den aktuellen Wissensstand anzupassen, ist manchmal gar nicht so leicht. Es erfordert Flexibiltät im Denken, und vor allem die Größe zuzugeben, dass das, was man gestern noch glaubte, heute keinen Bestand mehr hat.

Welche großartigen Möglichkeiten sich daraus ergeben können!


Start:
Heute könntest du überlegen, in welchen Themen du einst eine 'unverrückbare' Meinung hattest, die sich im Laufe der Zeit verändert hat.

Vielleicht standen für dich Dinge fest, bei denen du im Laufe der Zeit entdecken konntest, dass doch mehr möglich war, als du vermutet hast? Vielleicht hattest du handfeste Vorurteile, die sich durch neue Erkenntnisse aufgeweicht haben, und du konntest auf diese Weise mehr Freiheit erfahren? Oder warst du in der Lage, Glaubenssätze
zu verändern die dich sehr eingeschränkten, und konntest dir damit ein besseres Lebensgefühl verschaffen?

Wenn du möchtest, dann atme und lächle : ) 9 Minuten und 14 Sekunden heute?


freies Bewusstsein
freie Meinung
freier Geist




Ja, es gehört manchmal mehr Mut dazu, die Meinung zu ändern, als an ihr festzuhalten.

6. Oktober 2009

279 - Freude Jahr für Jahr

"Jeder will alt werden - aber keiner will alt sein..."

So ein Quatsch, was? Das ist doch ein Widerspruch in sich.

Je älter die Menschen unserer modernen Welt werden, desto unangenehmer scheint ihnen ihr Lebensalter zu sein. Dabei ist es doch ein Zeichen von großem Glück, wieder ein Jahr älter geworden zu sein, anstatt bereits das Zeitliche gesegnet zu haben.

Und du kannst deinen nächsten Geburtstag erleben? Wirst ein Jahr älter? Das scheint mir wirklich ein Grund zur Freude sein zu dürfen.



Start:
Heute könntest du dir überlegen, wieviele Möglichkeiten du schon überlebt hast, um an deinem nächsten Geburtstag so alt werden zu können, wie du es sein darfst.

Wenn du dich zu alt fühlen würdest, überleg mal: manche Menschen verhungern vor ihrem 4. Lebensjahr, treten mit 8 auf eine Tretmine, andere haben vielleicht eine tödlich verlaufende Krankheit und deshalb das Los, bereits mit 16 zu sterben, wiederum andere sterben bei einem Unfall vielleicht schon mit 18 Jahren, andere werden in einen Krieg gezogen oder laufen vielleicht vor ein Auto, oder, oder, oder...

Entspanne dich und löse die Anspannungen in Mund und Unterkiefer. Halblächeln tut gut. Sitze aufrecht in einer für dich gemütlichen Position. Kinn ein klein wenig an die Brust geneigt, Hals lang. Bei jeder Einatmung bist du dir der Einatmung bewusst, bei jeder Ausatmung weißt du, dass du lebendig bist.

ich freue mich über jeden Tag
den ich bewusst lebe



Mit Freude älter werden, hält gesund. Du könntest jeden Tag, den du bewusst lebst, als ein Geschenk an dich selbst sehen. Und du wirst jeden Tag reicher: reicher an Erfahrung, Erlebnissen und Alter. Herzlichen Glückwunsch!

5. Oktober 2009

278 – Ton macht Musik

Man kann Dinge so oder so oder so sagen. Auf diese Weise kann ein und dieselbe Sache anders ausgedrückt werden. Entscheidend wirken sich dabei zum Beispiel die Wortwahl, die Betonung, die Tonart und auch die Lautstärke aus.

Wer zischt, schreit, beleidigt oder andere Mittel der Übertreibung wählt, hat meistens unrecht...allein deshalb hofft er/sie, die Anderen durch ein Übermaß beängstigender Stilmittel zu beeindrucken.

Gern wird dieses Machtwerkzeug bei Kindern angewendet, weil sie am leichtesten zu verunsichern sind.

Kinder sind sehr gelehrig, vor allem wenn sie ihre Vorbilder kopieren. Wen wundert es, dass sie auch Kommunikationsarten sehr schnell übernehmen. Ihre Fähigkeiten in der Konfliktbewältigung sind also das Verdienst, das uns Erwachsenen gebührt.


Start:
Heute könntest du deine Aufmerksamkeit darauf richten, wie du in unterschiedlichen Situationen und mit verschiedenen Menschen kommunizierst.
Du kannst unterscheiden zwischen A) friedlicher Kommunikationsweise, also frei von Gewalt im Ausdruck oder Stil und B) gewaltsamer Kommunikation, in der es zu Streit kommt.

Entspanne dich, setze dich aufrecht hin, halte deinen Kopf gerade über deiner Wirbelsäule. Sitze so, dass es für dich gemütlich ist und deine Wirbelsäule so lang wie möglich sein kann. Entspanne Mund mit Kiefer und Unterkiefer, Halblächeln. Löse deine Bauchmuskulatur: wenn du einatmest, wird dein Bauch dicker, wenn du ausatmest, wird er flacher. 10 Minuten und 10 Sekunden?


friedvoll
frei


Wenn du stets fähig bist, A) geduldig und gewaltfrei zu sprechen, kannst du dich freuen. Weil du gewaltfreie Kommunikation mit Achtung und Respekt vor dem Anderen wählst, ist es das, was du anderen vorleben und beibringen kannst. Du kannst ein gutes Vorbild für alle sein.

Wenn dir nun auffällt, dass du manchmal B) das Stilmittel der Gereiztheit wählst, oder der Ironie, oder des Sarkasmus, oder der Beleidigung, oder des Schimpfens, du sogar deine Stimme erhebst und lauter wirst als es nötig wäre, ist auch das gut. In diesem Fall kannst du dich jetzt freuen, denn der erste große Schritt ist getan: du wirst dir bewusst. Ab jetzt kannst du entscheiden, deine Kommunikationsfähigkeit um Gewaltfreiheit zu erweitern.

4. Oktober 2009

277 – Der Unsinn des Hasses

„Ich hasse dieses, ich hasse jenes...“

Au weia! Das tut weh.

Naja, vielleicht tut es ja nicht sofort weh, aber immerhin schwächt es uns, und nimmt uns Energie.

Hass verbrät jede Menge Kraft für eine Sache, die wir eigentlich gar nicht gern mögen. Ist das nicht absurd?? Kraft aufzuwenden für etwas, was wir ablehnen? Als hätten wir nichts Besseres, wofür wir unsere Kraft einsetzen könnten. Zum Beispiel unser Wohl...


Start:
Heute könntest du dich erinnern, welche Dinge du mit kostbarer Kraft beschenkst, indem du ihnen deinen Hass zukommen lässt.

Vielleicht gibt es Menschen, denen du deine Zuneigung entziehst, weil sie Dinge tun, die du ablehnst? Oder vielleicht gibt es Tätigkeiten, die du ablehnst? Oder vielleicht hast du entdeckt, dass es Verhaltensweisen gibt, denen du deine Zustimmung verwehrst, weil du anderer Ansicht bist?

Wenn du bislang mit Hass reagiert hast und damit deine kostbare Energie in die Abwehr von Unsinn gesteckt hast, könntest du von nun an deine Kraft in eine sinnvolle Alternative stecken.


voller Liebe
Kraft sinnvoll einsetzen



Anstatt deine Kraft dafür zu veschwenden, zu formulieren, was du NICHT willst, könntest du sie nutzen, um auszudrücken was du liebst. Das nennt man gezielten Einsatz von Ressourcen ; )

3. Oktober 2009

276 – Blöd ist Frust und toll ist Lust

„Oh Mann, bin ich blöd.“

Ja, blöd, was heißt das denn? Blöd ist ein bisschen beschränkt. Der Ausdruck Blödheit bedeutete in seiner Sprachentwicklung unter anderem Schüchternheit oder Ungeschicklichkeit und wird heute oft gleichgesetzt mit Dummheit.

Das macht doch irgendwie frustig, oder? Weil es uns glauben machen will, wir wären nicht ganz beieinander.

Toll, das ist verrückt, eigenartig, anders, besonders und steht umgangssprachlich für: großartig, unglaublich (Ausdruck der Bewunderung), sagenhaft.

Das beschreibt etwas Besonderes, Tolles. Anders als Andere sein, weil man eigene ungewöhnliche Ideen hat. Toll!


Start:
Heute könntest du die Situationen im Leben betrachten, in denen du dich als ’doof’ erklärt hast und die, in denen du dich ’toll’ finden konntest.

Sicherlich gibt es unterschiedlichse Anlässe und Stimmungen, die dich dazu bringen, dich ’blöd’ oder ’toll’ zu finden.
Du könntest jetzt für dich selbst untersuchen, welche Ansprüche oder Bedingungen du glaubtest erfüllen zu müssen. Sortiere jetzt die Situationen nach deinen Maßgaben neu ein. Blöd? Oder Toll?

Entspanne dich und deine Gesichtsmuskulatur. Halblächeln macht gelassen und stark. Atme bewusst, lasse die Gedanken die kommen, kommen, und lass sie wieder gehen, einfach so. Schenke dir freundliche und wohlwollende Gedanken. Denn das tut gut : )


Meiner Besonderheit bewusst sein
Toll!



Es ist alles eine Sache der Bewertung. Wir können uns ganz leicht abwerten. Sich blöd zu finden, ist irgendwie modern geworden. Welch Frust kann dabei aufkommen.

Toll zu sein, ist genauso verrückt und anders, beschreibt jedoch die Sache im Guten. Das macht uns stark. Wie toll! Das macht doch Lust auf mehr, was?

2. Oktober 2009

275 – Ich schenke dir Liebe, schmerzendes Knie...

„Dieser blöde Rücken – Mistmagen - verdammtes Knie.“

Wenn wir uns darüber klar werden, dass der schmerzende Rücken, der schwierige Magen oder auch das kaputte Knie ein Teil von uns selbst sind, könnten wir erkennen, dass sogar der Schmerz ein Teil von uns ist.

Was passiert, wenn wir neben dem körperlichen Schmerz den wir erleben, uns nun auch noch seelischen Schmerz durch Beschimpfung zufügen? Wir könnten bemerken, dass das eine schwächende Wirkung hat. So wie alle Beschimpfungen, denen wir uns aussetzen.

Um gesund zu werden, brauchen wir etwas ganz anderes: Mitgefühl, und zwar für uns selbst, und unser schmerzendes Körperteil oder inneres Organ.


Start:
Heute könntest du einem Körperteil oder Organ, welches dir Schwierigkeiten bereitet, deine wohlwollende Aufmerksamkeit schenken.

Wenn du möchtest, gehe gedanklich durch deinen Körper und schenke all den Organen und Körperteilen deine Beachtung. Wenn du dir selbst in Gedanken Danke sagen kannst für den’Betrieb’ deines Körpers, kannst du es auch direkt an die jeweiligen Stellen senden. Gedanken des Danks und der anerkennenden Liebe haben große Kraft, du könntest sie heute nutzen und für dich einsetzen : ) Atme und lächle, bewusst und entspannt.


Liebe und Mitgefühl für meine kranken Organe
und Körperteile


Du könntest dir darüber bewusst werden, dass kranke Organe oder Körperteile Umstände hinnehmen mussten, die sie geschwächt haben, so dass sie nun mit Schmerzen reagieren.

Wenn du dir darüber bewusst bist, dass dein ganzer Körper für dich arbeitet so gut er kann , könntest du Gedanken des Danks und der Liebe für die geleistete Mühe senden. An deinen Rücken – deinen Magen – dein Knie. Wer liebevoll behandelt wird, kann sich wohler fühlen : )

1. Oktober 2009

274 – Krankheit akzeptieren

„Wenn ich eine schlimme Krankheit habe, soll ich sie akzeptieren. Ist das dein Ernst?“

Ja, das ist es. Akzeptieren heißt nämlich, anzuerkennen, dass etwas da ist. Ohne Wertung übrigens.

Und wenn man krank ist, bedeutet es, zu sehen, dass man krank ist, anzunehmen, dass es im Moment so ist, und gegebenenfalls die Möglichkeit zu nutzen, etwas zur Heilung zu tun.

Das ist der eigentliche Punkt: erst wenn wir akzeptieren, dass Krankheit da ist, können wir anfangen, uns anders zu verhalten und alles in unseren Möglichkeiten Stehende nutzen, um wieder gesund zu werden!


Start:
Heute könntest du schauen, wie du mit Krankheit umgehst. Das ist die ganze Übung.

Ignorierst du sie oder nimmst du sie einfach als gegeben hin, ohne ihr Beachtung zu schenken? Vielleicht wehrst du dich gegen sie, schimpfst auf sie oder haderst damit, dass sie da ist? In diesem Fall könntest du anfangen, dir zuzugestehen, dass Krankheit da ist und dass sie, im Augenblick, ein Teil von dir ist.
Wenn du sie akzeptierst, kannst du herausfinden, woher sie kommt oder was du tun kannst, damit du wieder gesund wirst.

Entspanne dich, löse deinen Unterkiefer und die Zunge. Halblächeln.


dem Schmerz Mitgefühl entgegenbringen
Krankheit akzeptieren



Wenn du akzeptierst, dass die Krankheit existiert, ohne sie abzulehnen, kannst du viel Energie sparen. Wer hadert, kann sich im Kampf gegen das Nichtakzeptierte verlieren.

Wer akzeptiert, und entscheidet, alle Möglichkeiten zu nutzen, um wieder gesund zu werden, hat viel bessere Chancen. Weil seine/ihre Grundstimmung gelassener und zufriedener ist. Dadurch werden besonders wirkungsvolle Kräfte freigesetzt, die sehr förderlich für die Heilung sein können.

30. September 2009

273 - Gegendemonstration für Glück

Nachts – kommen da die Gedanken, Ängste, Sorgen um die Ecke? Latschen sie durch dein Unterbewusstsein, ach, sogar mitten durch dein Bewusstsein? Durch Träume und Wachträume? Nutzen sie deine Ausgeliefertheit, wenn du müde und unabgelenkt bist?

Was tun, wenn du anfängst, ihnen zuzuhören, weil ihre Stimme nachts besonders laut schallt?

Da hilft nur eins: ziehe deine eigene Gegendemonstration auf. Nimm dir das Thema und benutze, anstatt hinzuhören was dich zermürben will, Wörter die dir helfen!


Start:
Heute könntest du dich erinnern, was dir das Sorgenkommitee in der letzten nächtlichen Demonstration präsentiert hat.

Vielleicht ging es um deine Arbeit und alles, was irgendwie schief gehen könnte? Dann könntest du Liebe, Zuversicht, Glück, Vertrauen, Mut und Stärke auf dein Spruchband schreiben.
Oder hat es sich um deine Beziehungen zu anderen Menschen gekümmert und dir aufgezählt, wie schrecklich alles sein könnte? Dann könntest du Liebe, Zuversicht, Vertrauen, Stärke, Glück und Mut auf dein Spruchband schreiben.
Oder vielleicht hat es sich über Krankheit ausgelassen? Dann könntest du Zuversicht, Vertrauen, Liebe, Stärke, Glück und Freiheit auf dein Spruchband schreiben.
Oder ging es um irgendein anderes Thema, was für dich im Moment interessant ist und Gelegenheit für Ängste und Sorgen gibt?
Es ist gleich, worum es geht. Wenn du dir Wörter auf dein Spruchband schreibst, die Kraft vermitteln, dann können sie nur hilfreich sein. Nimm dir die Wörter, die dir besonders hilfreich scheinen.

Entspanne dich, lächle und atme bewusst.


Zuversicht
Vertrauen
Liebe
Stärke
Glück
Freiheit
Mut


Es ist unnötig, laut zu sein – es reicht, wenn du einfach hartnäckig bleibst. Damit bringst du die Sorgen auf die Dauer zum Schweigen. Irgendwann kannst du bemerken, wie einzelne Sorgen aus dem Zug anfangen, dir zuzuhören – und auf deine Seite wechseln. Das wird der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, denn von nun an werden sie dir Mut machen : )

29. September 2009

272 - Lachen ist gesund

Lachen ist gesund.
Sagt man.

Ja, stimmt, beim Lachen und auch Lächeln werden viele Gesichtsmuskeln entspannt. Über die Nerven werden dann Signale ans Gehirn gesendet und Glücks
hormone ausgeschüttet. Das bewirkt angenehme Gefühle.

Kann zuviel Lachen ungesund werden?

Körpereigene Vergiftungen durch zuviel Lach-/Glückshormon sind unseres Wissens nach noch nicht beobachtet worden. Allerdings kann es vorkommen, dass Lachen als "Potemkin'sche Fassade" wichtige Gefühle wie Traurigkeit, Angst oder sogar Verzweiflung zudeckeln soll.
Schwierige Gefühle unbearbeitet wegzulachen, wirkt unterdrückend und kann auf Dauer zu anderen Schwierigkeiten führen.

Wenn wir unsere wahren Gefühle sehen und annehmen, dann können wir wirklich Lachen, denn dann haben wir einen gesunden Umgang mit unseren schwierigen Gefühlen gefunden.


Start:
Heute könntest du überlegen, zu welchen Gelegenheiten du glaubst, Lachen zu müssen, obwohl dir, genau betrachtet, gar nicht danach zumute wäre.
Wenn du dir bewusst darüber bist, welches andere Gefühl dahinter steht, kannst du anfangen, es richtig anzuschauen und anzunehmen.
Das ist die ganze Übung.

Entspanne dich, löse die Anspannung in Gesicht und Mundpartie. Wenn du bewusst atmest, nimm alle Gefühle die aufkommen ruhig wahr, sieh sie an, nimm sie an. Dadurch können sie sich umwandeln.


meine Gefühle
wahrnehmen
annehmen
umwandeln



Verdrängt ist nicht einfach weg, sondern nur irgendwo 'weggepackt'. Solange Gefühle verleugnet werden, könnten sie sich über die erstaunlichsten Wege, zum Beispiel über Krankheiten oder andere unangenehme Vorfälle, ihren Weg zurück in dein Bewusstsein suchen.

Deine wahren Gefühle ernst zu nehmen, ist gesund. Mindestens so gesund wie Lachen : )

28. September 2009

271 - Eine Pause ist eine Pause ist eine Pause

"Ja, das ist wirklich eine tolle Idee - Pause machen und Atmen. Das sollte ich öfter tun. Denke ich nur einfach nicht dran..."

Na,
das hilft wahrscheinlich super weiter, oder nicht?

Ernie von der Sesamstraße hat sich immer einen Knoten ins Taschentuch gemacht, damit er daran denkt, dass er an etwas denken will. Nun sind ja Stofftaschentücher ziemlich aus der Mode geraten.

Was also tun?


Start:
Heute könntest du dir einen oder zwei persönliche Pausenknoten ausdenken. Fortan könntest du,
wenn du sie siehst oder hörst, 1, 2 oder 3 Atemzüge Pause machen. Vielleicht sogar kurz anhalten in deiner Bewegung, und dich voll auf deine Atempause konzentrieren.

Vielleicht fahren manchmal Feuerwehrautos, oder andere laute Fahrzeuge bei dir vorbei?
Oder gibt es vielleicht ein regelmäßig wiederkehrendes Geräusch, an das du deine Erinnerung an eine Atempause knüpfen könntest? So etwas wie eine Kirchturmuhr, das Stunden-Piepen deiner Uhr oder das Telefon? Du könntest deine Atempause auch an wiederkehrende Tätigkeiten knüpfen. Zum Beispiel ans Pinkeln gehen. Immer wenn du losgehst zur Toilette, könntest du auf dem Weg 3 Mal bewusst atmen. Oder vor jedem Haps, den du essen möchtest, innehalten und 1-3 Mal durchatmen.

Pausenknoten:
Atempausen genießen



Wer eine Pause macht, kann Ruhe genießen. Wer viele kleine Pause zwischendurch macht, kann mehr Ruhe genießen. Das ist natürlich erholsamer.

27. September 2009

270 - Inselurlaub

"Das ist mir alles zuviel! Nur Stress und Lärm, und ständig will einer was - ich kann das kaum noch aushalten."

Das hört sich so an, als wäre es für die Person das Beste, mal zur Ruhe zu kommen. Nur, wie soll das gehen? Wenn die Pflichten Schlange
stehen, und man gerade mitten in der Mühle zu stecken scheint?

Nun, Möglichkeiten gibt es:

1
Weitermachen, über deine Grenzen gehen, auspowern, und irgendwann durch irgend etwas, zum Beispiel eine Krankheit oder vielleicht sogar einen Unfall, gebremst werden... Unattraktiv?

2
Auf eine einsame Insel fahren, ausruhen und regenerieren... Unmöglich?

3
Kurz mal die Insel in dir besuchen... Wie jetzt?


Start:
Heute könntest du dir mal etwas vorstellen, mit etwas Fantasie kannst du sogar Ton dazu hören ; )

Stell dir vor, dass du mit jedem Atemzug in dich gehst. Du atmest ein und
jeder Atemzug bringt dich weiter hinein, du atmest aus und landest sanft auf der Insel, die in dir ist. Mit jedem Atemzug gehst du einen Schritt weiter, ein, aus, weiter und weiter, hinein in die Welt, die wie eine Insel in dir ruht.
Bei jeder Ausatmung spürst du die Sonne, die
warm und weich auf deine Haut scheint. Einatmend siehst du in der Ferne einen Berg, fest und stabil ruht er dort. An einem leise plätschernden Strom stehen Bäume, deren Wurzeln tief in die Erde reichen. Sie werden von der Erde gehalten, ausatmend spürt du ihre Sicherheit, fühlst, wie sich ihre Wurzel mit der Erde verbinden.
Einatmend spürst du die milde Brise, und ausatmend kannst die Grashalme leise im Wind rauschen hören. Hin und her, ein und aus. Wenn die Vögel zwitschern und Rehe weiden, ist die Atmosphäre voller Ruhe. Atme die Ruhe ein, bei jedem Atemzug den du nimmst, verbindest du dich mit der Ruhe dort. Hier bist du sicher : )


In Zeiten der Unruhe
besuche ich die Insel in mir


Wir können uns für 3 Atemzüge, 20 Sekunden, 1 Minute oder 5 Minuten zurückziehen auf diese Insel in uns. Sie ist immer da. Mit jedem Atemzug ist sie für uns zugänglich.

Aus der Ruhe in die Kraft, warum sollten wir unserem Körper und uns selbst das vorenthalten?
Lass doch die Leute reden ; )

26. September 2009

269 - Was für eine Erfahrung!

Egal was wir tun, es wird sich immer eine Erfahrung daraus ergeben.

Du kannst viel Aktion in deinem Leben machen und dabei Erfahrungen sammeln. Oder auch 20 Jahre in einer Höhle sitzen, mit niemandem sprechen und dabei vielleicht sogar noch tiefgreifendere Erfahrungen machen.
Erfahrungen lassen sich nur individuell beurteilen, jede/r reagiert ganz unterschiedlich auf die jeweiligen Erfahrungen.

Selbst Erfahrungen, die man vergisst, sind da; man ist sich nur nicht darüber bewusst. Diese Erfahrungen können sich fatal auswirken, weil aufgrund dessen, dass sie verschüttet sind, unbewusste Entscheidungen getroffen werden, die unter Umständen wenig hilfreich für unser Glück sind.

Nutzbarer wäre es, wenn wir alle Erfahrungen die wir 'sammeln', im Bewusstsein verarbeiten. Darauf können wir aufbauen. Es könnte hilfreich sein, schwierige Erfahrungen, z.B. aus der Kindheit, aufzuarbeiten. Da gibt es Menschen, die viel verdrängt haben. Diese Erfahrungen können das ganze Leben erschweren, solange sie verdrängt bleiben.


Start:
Heute könntest du dich darauf vorbereiten, mit schwierigen Erfahrungen leicht umzugehen.
Wenn du dich entspannst und atmest, könnte mal ein schwieriges Gefühl an die Oberfläche deines Bewusstseins kommen. Gut so!

Sieh es dir an, freundlich, wie von außen. Erinnere dich, du sitzt JETZT HIER. Es ist sozusagen nur die Illusion von etwas, was es nicht mehr gibt, weil es in der Vergangenheit liegt. Was du fühlst, ist nur das unverarbeitete, unbewusste, schwierige Gefühl. Wenn du es begrüßt, und annimmst, dann kannst du es auch wieder verabschieden. Dorthin, wo es hingehört, in die Vergangenheit. Lass das Gefühl von dannen ziehen. Adieu!

Entspanne dich, Halblächeln und Atmen. 9 Minuten und 52 Sekunden? Solange du möchtest : )



schwierige Gefühle freundlich annehmen
schwierige Gefühle gehen lassen



Wer viele unterschiedliche Erfahrungen macht, könnte dabei viele unterschiedliche Gefühle erleben. Geht es im Leben vielleicht auch darum, durch Erfahrungen das breite Gefühlsspektrum zu erleben und dadurch zu wachsen?

Wertungsfrei betrachtet: jede Erfahrung bewirkt, dass wir lernen.

25. September 2009

268 - Du bist schuld! Oder nicht?

Existieren Schuld und Unschuld tatsächlich, objektiv gesehen? Oder existieren sie nur als Konstrukt sozialisierter, menschlicher Gesellschaften? Das Nichtvorhandensein von Schuld ist Unschuld, oder? Wodurch definiert sich Schuld?

In unterschiedlichsten Gesellschaftsformen und religiösen Modellen werden unterschiedlichste Dinge als Schuld, oder eben auch nicht, definiert. In manchen Gesellschaften war die 'Farbe' der Trauer weiß, und die der Freude schwarz... alles eine Sache der gesellschaftlichen Definition.

Vielleicht machen wir Dinge zur 'Schuld', weil wir Regeln brauchen, damit ein kultiviertes, gesellschaftliches Zusammenleben nach unseren Vorstellungen funktionieren kann.

Wenn es jedoch im gesellschafts-, traditions- und religionsunabhängigen, objektiven, größeren Rahmen keine Schuld gäbe, wäre der Umkehrschluss die dauerhafte Existenz von Unschuld. So dürfen wir uns fühlen: unschuldig.

Wofür du dann, zu Recht, Verantwortung trägst, sind deine Taten. Wenn es keine 'Tat' gibt, darfst du auf das innere Gefühl der Schuld verzichten.

Damit kannst du dir
erlauben, stärker zu werden, frei von 'Allgemeinschuld'.


Start:
Heute könntest du überlegen, zu welchen Gelegenheiten du ein Gefühl der Schuld in dir trägst? Damit meinen wir jetzt die Situationen, in denen du keine Tat zu verantworten hast, sondern in denen du dich ohne wahren Grund selbst schuldig fühlen lässt.

Vielleicht ist eine Freundschaft, an der dir viel lag, gescheitert, und du hast dir ein Schuldgefühl angezogen? Oder vielleicht gab es eine Situation, in der etwas passiert ist, was du nicht verhindern konntest und du hast danach die 'Schuld' auf dich gezogen? Oder vielleicht fühlst du dich manchmal unfähig, bestimmte Dinge zu tun oder dich soundso zu verhalten, und deshalb übernimmst du ein Schuldgefühl?

Entspanne dich, setze dich aufrecht, Kopf auf der Wirbelsäule getragen. Löse alle Anspannungen, auch im Gesicht und lasse ein Halblächeln zu. Atme, Ein - Aus : )


Verantwortung für meine Taten übernehmen
frei von Schuld




Dinge passieren, weil das so ist. Wenn du die Verantwortung für das, was du tust, übernimmst, reicht das.

Damit kannst du auf weitere diffuse Schuldgefühle, die dich nur schwächen, verzichten.
Du darfst dich gut fühlen, frei von Schuld.

24. September 2009

267 - Durchhalten - stärker werden

"Eben war alles noch wie immer. Und plötzlich ist alles anders...ahh, Chaos!"

Es ist schön, sich in seinem Leben einzurichten. Wir definieren uns vielleicht durch die Umstände, durch unseren Beruf, unsere Familie, Freunde, durch das, was wir 'haben', durch unseren Körper, unseren Status oder durch andere Illusionen unserer Existenz.

Wenn sich dann plötzlich Dinge ändern oder Gefüge zerbrechen, kann es uns schlimm erwischen. Es sei denn, wir können erkennen, dass alles was passiert, aus einem, vielleicht noch nicht erkennbaren, Grund geschieht.


Eine Lehrerin sagte mir einmal zu dem Thema: "Wenn du merkst, dass das Chaos kommt, bleib sitzen. Halt es aus. Behalte dein Form und den Glauben an dich und deine Ziele. Das Chaos geht vorbei, und du wirst stärker sein als vorher. Nur, weil du die Angst, die du jetzt hast, auf die Zukunft projezierst, macht dir die ungewisse Zukunft Angst. Sei unbesorgt, alles wird besser, wenn du es zulässt."


Start:
Heute könntest du dich an ein Chaos in deiner Vergangenheit erinnern. Nimm eine Situation, die bereits vorüber ist, etwas, was sich weiterentwickelt und sich für dich gelöst hat.

Vielleicht ist alles, was war, über den Haufen geworfen worden? Dinge die selbstverständlich waren, sind weggebrochen? Oben war unten und unten war oben? Erinnerst du dich an dein Gefühl von damals? Vielleicht hast du gedacht, dass es so bleibt und bist fast verzweifelt? Heute weißt du bereits, dass Dinge sich ändern können. Nichts bleibt wie es war : )

Wenn du möchtest, nimm dir etwas Zeit für dich, jeden Tag. Setze dich hin und atme, oder gehe ein paar Minuten bewusst und atme, oder tu eine banale Arbeit und atme bewusst dabei. Nimm dir deine 'Aus'-Zeit, a
tme und lächle, halte aus und tanke dich dabei auf : )


durch Veränderung stark werden



Wenn wir wissen, dass wir am Ende immer um Illusionen erleichtert, und mit innerer Stärke beschenkt aus dem Chaos hervor gehen können, können wir auch das Chaos durchstehen. Die Ruhe liegt in uns. Wenn wir das entdecken, schockt uns das Chaos weniger.

Vor dem Chaos ist es leicht. Im Chaos ist alles anders. Nach dem Chaos kommt Stabilität. So macht selbst das Chaos einen Sinn. Sei dir dessen gewiss und erlaube dir, zu wachsen : )

23. September 2009

266 - Halt in Zeiten des Chaos

Es gibt Zeiten, in denen es ganz leicht ist, ruhig und ausgeglichen zu sein. Und dann gibt es chaotische Zeiten, in denen alles durcheinander gerät und vielleicht nichts so bleibt wie es ist.

Um diese Zeiten gut durchzustehen, kann es nützlich sein, uns zu 'verwurzeln'. Den Halt, den uns die Erde geben kann, können wir für uns nutzen.

Wenn das Chaos kommt, könnten wir darauf vorbereitet sein.
So wie ein Baum, der gerüttelt und geschüttelt wird, vielleicht totes Geäst verliert, und am Ende des Sturms doch wieder neu sprießen kann.


Start:
Wenn du jetzt sitzen und NICHTS tun möchtest, dann nimm eine Haltung ein, die dir gemütlich erscheint. Überlass das Gewicht deines Körpers dem Stuhl oder wo auch immer du gerade sitzt. Spüre den Kontakt deines Gesäßes zum Stuhl, deine Füße auf der Erde; spüre den Halt den die Erde dir gibt.
Richte deine Wirbelsäule auf und nimm deinen ganzen Körper wahr. Entspanne dich, entspanne deinen Bauch. Lass deine Arme herab hängen und spüre deine Hände, wie sie in deinem Schoß oder auf deinen Oberschenkeln liegen. Überlass ihr Gewicht der Erde. Sie trägt dich, du brauchst nur zu sitzen.
Halte deinen Kopf aufrecht, so dass er direkt über deiner Wirbelsäule ist und von dieser getragen wird. Das Kinn kannst du ein klein wenig an die Brust ziehen. Entspanne dein Gesicht, deinen Unterkiefer und Zunge. Wenn dein Gesicht entspannt ist, wirst du ein natürliches Halblächeln finden können.

Wenn du einatmest, kannst du dir bewusst sein, dass du einatmest. Wenn du ausatmest, kannst du dir deiner Ausatmung bewusst sein.

Wenn du einatmest, kannst du dir vorstellen, wie ein Baum zu sein. Ausatmend kannst du dir vorstellen, wie aus deinen Füßen Wurzeln tief in die Erde wachsen.

verwurzelt
sicher und
fest


Wenn du diese Übung machst, solange es dir gut geht, dann kannst du in Zeiten des Chaos darauf zurückkommen. In Zeiten, wenn dich das Chaos durchschüttelt, kannst du im Bild des Baumes Halt finden. Bis sich der Sturm gelegt hat : )

22. September 2009

265 - Mut zur eigenen Wahrheit

Es gibt ein Zitat, in dem ein buddhistischer Lehrer, Buddha genannt, dies gesagt haben soll:

"Glauben Sie nichts, egal wo Sie es lesen oder wer es gesagt hat, auch nicht, wenn ich es sagte, es sei denn, es stimmt mit Ihrer eigenen Erkenntnis und Ihrem eigenen gesunden Menschenverstand überein." (feinsprachliche Übersetzungsfehler möglich)

Hier wird der/die Leser/Leserin ermutigt, kritisch zu sein mit dem, was Andere einem weismachen wollen, und wirklich alles selbst zu überprüfen.

Auch wenn wir
damit DIE Wahrheit vielleicht nicht ermitteln können, könnten wir auf diese Weise zumindest schonmal unsere eigene Wahrheit entdecken.


Start:
Heute könntest du prüfen, in welchem Zusammenhang du etwas vielleicht ungeprüft von Anderen übernommen hast.
Vielleicht handelt es sich dabei um Erwartungen, Einstellungen, Meinungen oder Urteile, die in deiner Familie, im Freundeskreis, in der Gesellschaft oder sonstwo
in deiner Umgebung als 'normal' angesehen und weitergegeben werden?

Wenn du manchmal das Gefühl hast, dass etwas anders ist, als Andere dir weismachen wollen, finde heraus, wie deine eigene Wahrheit dazu ist.
Folge deinem Gefühl. Du darfst den Mut haben, für dich und deine Meinung einzustehen, auch wenn sie anders sein sollte, als vielleicht von dir erwartet wird.


mutig und frei
für mich und Andere einstehen



Unsere eigene Wahrheit zu entdecken, ist doch schonmal mehr wert, als anderen Wahrheiten hinterher zu hecheln, ohne sie jemals wirklich selbst getestet zu haben.